Hansjörg Beck, Betreiber des Ciné-Theaters in Gstaad, hatte das Geld am nächsten Tag auf dem Konto. Ein Formular, in zehn ­Minuten ausgefüllt und an seine Lokalbank geschickt – und die Gelder waren frei­gegeben: «Eine rundum positive Erfahrung», so der Kinounternehmer. Für ihn eine grosse Erleichterung, denn die Kinos ­gehörten zu den ersten Unternehmen, die im Rahmen des Lockdowns schliessen mussten, und zu den letzten, die wieder aufmachen dürfen: «Für mich gibt der Kredit Sicherheit, nicht in einen Liquidi­täts­engpass zu geraten.»

Als Bundesrat Ueli Maurer am 25. März das Notkredit-Programm für KMUs bekannt gab, hatte er genau dies vorgesehen: In einer halben Stunde habe man sein Geld, verkündete er. Es waren sportliche Vorgaben an die über 300 Schweizer Banken, die er praktisch über Nacht in das Programm ein­gebunden hatte. Doch die Banken setzten diese um: Tausende Anträge prasselten in den ersten Tagen auf die Kredit­abteilungen ein, und die Banken zeigten Flexibilität.