Weibliche Piloten sind bei Fluggesellschaften nach wie vor selten, auch wenn viele Airlines ihre Bemühungen zur Verringerung der Kluft zwischen den Geschlechtern intensivieren. Das zeigt eine Studie der Reiseplattform FromAtoB.com. Das Ranking von 45 Fluggesellschaften stützt sich auf Daten der Air Line Pilots Association und der International Society of Women Airline Pilots.

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Am schlechtesten schneidet in der Untersuchung die russische Fluggesellschaft Aeroflot ab, die rund 4200 Piloten beschäftigt, von denen 58 Frauen sind. Das entspricht einem Anteil von 1,4 Prozent. Danach folgen Emirates, Qatar Airways, Finnair Oyj und Jetconnect aus Neuseeland, die alle weit unter 5 Prozent Frauen im Cockpit beschäftigen.

«Wir haben etwas mehr als 30 weibliche Piloten unter unseren rund 1000 Cockpitmitarbeitern und arbeiten hart daran, diesen Anteil zu erhöhen», sagte Finnair-Sprecherin Päivyt Tallqvist, gegenüber der Wirtschaftsagentur «Bloomberg». «In den jüngsten Bewerberrunden ist der Frauenanteil gestiegen.»

Die Swiss liegt mit 5 Prozent im Mittelfeld. Doch die Fluggesellschaft bemühe sich um eine Verringerung der Geschlechterdifferenz, so Sprecherin Karin Müller zum Fachportal «Travelnews». «Erfreulich ist, dass wir aufgrund der Pilotenrekrutierungskampagne von diesem Jahr einen deutlichen Anstieg an Interessentinnen für den Pilotinnenberuf registrieren. Inwiefern sich dies auf die Zahl der erfolgreich assessierten Pilotenanwärterinnen auswirkt, wird sich zeigen.»

Am meisten Frauen arbeiten in den Cockpits von kleineren Fluggesellschaften. Australiens QantasLink kommt auf einen Anteil von fast 12 Prozent weiblicher Piloten und die in Grossbritannien ansässige FlyBe Group Plc teilt sich den zweiten Platz mit Luxair, der luxemburgischen Fluggesellschaft.

Hawaiian Airlines ist beim Pilotinnen-Anteil die führende US-Airline. Der weltweite Durchschnitt der weiblichen Cockpit-Besatzungen liegt bei gut 5 Prozent, wobei die meisten grossen Airlines laut der Studie in der Nähe dieses Niveaus liegen.

(gku)