Der UBS sind in den vergangenen Jahren immer wieder Bussen aufgebrummt worden. Um Rechtsfälle abzuschliessen, hat sich die Bank zudem in verschiedenen, teils kostspieligen Vergleichen geeinigt. Eine Auswahl der wichtigsten Fälle der letzten Jahre:

12. November 2014: Die UBS wird für ihre jahrelange Manipulation von Wechselkursen mit 774 Millionen Franken zur Kasse gebeten. Der Eidg. Finanzmarktaufsicht Finma muss sie unrechtmässig erzielte Gewinne in der Höhe von 134 Millionen Franken abliefern. Die britische Aufsichtsbehörde FCA und die US-Behörde CFTC brummen der UBS Bussen von 359 Millionen respektive 281 Millionen Franken auf.

21. Oktober 2014: Wegen der Manipulation des Franken-Leitzinses und Preisabsprachen auf Zinsderivaten büsst die EU-Kommission vier Grossbanken. Die UBS muss 12,7 Millionen Euro zahlen.

29. Juli 2014: Die UBS gibt bekannt, dass sie sich im Steuerstreit mit Deutschland mit den Behörden geeinigt hat. Gegen eine Zahlung von 300 Millionen Euro stellt die Staatsanwaltschaft Bochum die Ermittlungen gegen die UBS ein.

18. September 2013: Ein Bundesbezirksrichter im US-Gliedstaat Connecticut verurteilt die UBS-Tochter UBS Securities Japan, eine Anlagenbank, zu 100 Millionen Dollar Busse für ihre Rolle in der Affäre um die London Interbank Offered Rate (Libor).

9. August 2013: Die UBS einigt sich mit US-Anlegern auf die Zahlung von 120 Millionen Dollar. Die Investoren warfen der Bank vor, sie habe sie beim Verkauf von komplexen Wertpapieren der später zusammengebrochenen Investmentbank Lehman Brothers in die Irre geführt.

6. August 2013: Die US-Börsenaufsicht SEC belegt die UBS mit einer Busse von 49,8 Millionen Dollar wegen Verstössen gegen Wertpapiervorschriften. Dabei geht es um die Strukturierung und den Vertrieb von verbrieften Hypothekenkrediten (CDO).

26. Juli 2013: Die Beilegung eines Rechtsstreit um Hypothekenverbriefungen in den USA kostet die UBS 885 Mio. Franken. Die US-Hypothekenmarktbehörde FHFA hatte die UBS und 17 weitere Banken beschuldigt, den Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac vor 2008 Subprime-Hypothekenpakete für rund 200 Milliarden Dollar auf der Basis von Dokumenten angedreht zu haben, welche falsche Angaben enthielten oder nicht vollständig waren.

19. Dezember 2012: Die UBS zahlt in Zusammenhang mit der unrechtmässigen Beeinflussung des Libor-Zinssatzes total rund 1,4 Milliarden Franken an die US-amerikanischen, die britischen und die schweizerischen Behörden.

26. November 2012: Die britische Finanzmarktbehörde FSA büsst die UBS wegen dem Fall Adoboli mit 29,7 Millionen Pfund. Zudem nimmt die Finma die Investmentbank der UBS an die Kandarre. Kweku Adoboli hatte der UBS mit risikoreichen Spekulationen mit börsennotierten Indexfonds (ETFs) einen Handelsverlust von 2,3 Milliarden Dollar verursacht.

4. Mai 2011: Die UBS erklärt sich in den USA bereit, eine Strafe von 160 Millionen Dollar wegen Insiderhandels bei der Vergabe von kommunalen Insidergeschäften in 36 US-Bundesstaaten zu zahlen. Ehemalige UBS-Angestellte hatten den Handel mit sogenannten Municipial Bonds manipuliert.

19. August 2009: Nach monatelangem Tauziehen zwischen UBS, Bundesrat und US-Behörden um die Herausgabe von Namen verdächtiger Kunden einigen sich die Schweiz und die USA auf einen Vergleich. Die USA erhalten 4450 UBS-Kundendaten. Die UBS zahlt eine Busse von 780 Millionen Dollar.

(sda/ccr)