Der ehemalige Mischkonzern Conzzeta will sich bekanntlich auf die Sparte Bystronic konzentrieren, welche Maschinen zur Blechbearbeitung herstellt. Der verbliebene Teil des Chemiegeschäfts sowie die Outdoor Sparte mit der – zumindest hierzulande – verbreiteten Marke Mammut stehen hingegen zum Verkauf.

Konzernchef Michael Willome zeigte sich an einer Telefonkonferenz zu den Halbjahreszahlen zufrieden mit dem Fortgang der geplanten Veräusserungen. Für FoamPartner, den noch verbliebenen Teil der Sparte chemische Spezialitäten, ging er bisher von einem Verkauf eher erst im nächsten Jahr aus. «Jetzt bin ich sehr zuversichtlich, dass wir den Abschluss noch im laufenden Jahr verkünden können», sagte Willome.

Mit dem Verkauf von Mammut lässt sich das Unternehmen noch etwas Zeit, was einen guten Preis sicherstellen soll. Für die Sportartikelsparte gibt es laut dem CEO bereits sehr viele Interessenten. Auf den Markt soll die Sparte aber erst im September oder Oktober gebracht werden. «Für Mammut haben wir etwas mehr Zeit für den Verkauf eingeplant», sagte Willome. Er rechnet mit einem Abschluss eher erst im kommenden Jahr.

Kein grösserer Stellenabbau

Bereits im April wurde ein Programm zur Senkung der Kosten um rund 40 Millionen Franken bis Ende 2020 angekündigt. Neu kommt nun ein Programm unter dem Namen «Rightsizing» hinzu, wie Willome erläuterte. Es gehe darum, die Kostenbasis der länger dauernden Erholung der Wirtschaft anzupassen – Willome rechnet mit einer Erholungsphase von zwei bis drei Jahren. Zudem solle die Zuteilung der vorhandenen Ressourcen noch klarer priorisiert werden.

Er betonte gleichzeitig, dass «Rightsizing» nicht mit «Downsizing» gleichzusetzen sein.
In diesem Zusammenhang bekräftigte er die schon früher geäusserte Absicht, das Programm ohne grösseren Abbau von Arbeitsplätzen durchzuziehen. «Ich kann nicht ausschliessen, dass wir da und dort einige Stellen aufheben werden. Ein nennenswerter Stellenabbau ist aber nicht geplant.»

Per Mitte Jahr beschäftigte Conzzeta rund 100 Personen weniger als noch Ende 2019, wie Finanzchef Kaspar Kelterborn ausführte. Davon ist aber der Grossteil auf den Verkauf von Schmid Rhyner, dem Geschäft mit Grafikbeschichtungen innerhalb der Sparte Chemische Spezialitäten, zurückzuführen.

(awp/mbü)