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Telekom
Die Swisscom hat zu hohe Preise verrechnet

Ein Techniker verbindet Kabel, am Dienstag, 27. November 2007, anlaesslich einer Medienorientierung von Sunrise in Zuerich. Heute weihte Christoph Brand, CEO von Sunrise, die erste entbuendelte Ortszentrale mit Medien- und Behoerdenvertretern ein. Ueber solche Zentralen wird Sunrise in Zukunft ihren Kundinnen und Kunden direkte Telefon- und Internetverbindungen bieten, womit die Liberalisierung des Telefonnetzes Form annimmt.    (KEYSTONE/Steffen Schmidt)
Techniker der Swisscom: Der Marktführer hat für die Mitbenützung seines Netzes Konkurrenten zu viel in Rechnung gestellt.Quelle: Keystone

Salt und Sunrise haben mit ihrer Beschwerde Erfolg: Laut Comcom hat die Swisscom zu viel für die Mitbenützung ihres Netzes verlangt.

Veröffentlicht am 12.02.2019

Die Swisscom hat in den Jahren 2013 bis 2016 für die Mitbenützung ihres Netzes von Mitbewerbern in vielen Fällen zu hohe Preise verlangt. Zu diesem Schluss kommt die Eidgenössische Kommunikationskommission (Comcom), die auf Ersuchen der Konkurrenten Sunrise und Salt die Preise für regulierte Telekomdienste der Swisscom überprüft hat.

Dabei habe sich die Comcom bei der Berechnung dieser Preise nicht auf die realen Kosten, sondern auf die hypothetischen Kosten gestützt, schreibt die Kommission am Dienstag. Das sind Kosten, mit denen eine effiziente Anbieterin rechnen müsse, wenn sie heute ein neues Netz mit der neuesten verfügbaren Technologie erstellen würde. Erstmals habe man sich auf ein Kostenmodell abgestützt, das nicht mehr auf Kupfer-, sondern auf Glasfaserleitungen beruhe.

Swisscom prüft weiteres Vorgehen

Die Swisscom selbst prüft nun, ob sie sich gegen den Comcom-Entscheid zur Wehr setzen und die strittigen Grundsatzfragen ans Bundesverwaltungsgericht weiterziehen soll, wie es in einer Mitteilung des Telekomkonzerns heisst.

Man habe derweil wegen der Risiken in den Verfahren bereits Rückstellungen für die Jahre 2013 bis 2016 gebildet. Es werde von finanziellen Auswirkungen in Höhe eines tiefen zweistelligen Millionenbetrags pro Jahr ausgegangen, präzisierte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur AWP. Der finanzielle Ausblick der Gruppe für das laufende Jahr bleibe indes unverändert.

(sda/mbü/bsh)

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