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Detailhandel
Die teuersten Einkaufsstrassen der Welt

Causeway Bay in Hong Kong
Causeway Bay in Hong Kong: Nirgends auf der Welt zahlen Händler mehr Miete als hier.Quelle: 2018 S3studio

In der Schweiz gilt die Zürcher Bahnhofstrasse als teures Pflaster. Im internationalen Vergleich ist sie aber fast schon billig.

Marcel Speiser
Von Marcel Speiser
am 15.11.2018

An der Zürcher Bahnhofstrasse kostet ein Quadratmeter Ladenfläche aktuell eine Jahresmiete von 7872 Euro. Das geht aus dem jüngsten Report «Main Streets Across the World» der Immobilienberatungsfirma Cushman & Wakefield hervor.

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Mieten an der besten Schweizer Shoppinglage damit weder gesunken noch gestiegen. Wie schon im vergangenen Jahr gehört die Bahnhofstrasse zu den 25 teuersten Einkaufsmeilen der Welt.

Bahnhofstrasse: Im globalen Vergleich günstig

Im internationalen Vergleich sind die Mieten an der Bahnhofstrasse – obwohl anhaltend teuer – schon fast ein Schnäppchen. An der Causeway Bay in Hong Kong – der weltweit teuersten Lage – kostet ein Quadratmeter mehr als drei Mal mehr als in Zürich.

Erstmals seit fünf Jahren überholt Hong Kong aktuell die 5th Avenue in New York als teuerstes Retail-Pflaster. Dort sind die Mieten innert Jahresfrist um ein Viertel eingebrochen. Die New Bond Street in London, die Champs Elysées in Paris und die Via Montenapoleone klassieren sich als teuerste Pflaster in Grossbritannien, Frankreich und Italien.

Für die Studie vergleicht Cushman & Wakefield jährlich die Mieten in den fast 450 wichtigsten Einkaufsstrassen der Welt. Der Report erscheint bereits zum 30. Mal.

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Sinkende Mieten in Basel und Bern

Während die Mieten in Zürich, Genf, Lausanne und Luzern im Vorjahresvergleich stabil geblieben sind, verzeichnen die Freie Strasse in Basel markant sinkende Mieten – das Minus liegt bei fast 10 Prozent – und die Berner Spital- und Marktgasse leicht sinkende Mieten.

Robert Hauri, Chef von SPG Intercity, der Schweizer Partner von Cushman & Wakefield, sagt dazu: «Zürich und Genf sind globale Marken. Nach unserer Marktbeobachtung sind die anderen Schweizer Städte stärker vom Strukturwandel im Detailhandel betroffen – Stichwort E-Commerce und Einkaufstourismus.» Im Unterschied zu Zürich und Genf seien, so Hauri, in Basel und Bern selbst Mieten an Toplagen unter Druck. «Teilweise sind sogar Leerstände zu beobachten.»