Der Aargauer Spezialchemie-Konzern Dottikon ES ist im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/2021 (per Ende September) der Corona-Pandemie zum Trotz markant gewachsen. Der Nettoumsatz nahm gegenüber der Vorjahresperiode um 17,8 Prozent auf 91,8 Millionen Franken zu, wie Dottikon ES am frühen Freitagmorgen bekanntgab.

Das Wachstum sei breit abgestützt durch mehrere zugelassene patentgeschützte Produkte. Der Reingewinn verbesserte sich markant um 36,9 Prozent auf 21,1 Millionen Franken. Die Gewinnmarge nahm weiter zu und erreichte im ersten Halbjahr 23,0 Prozent gegenüber 19,8 Prozent in der entsprechenden Vorjahresperiode.

Neue Anlage ab 2025

Die gute Ertragslage schlägt sich auch im Cashflow nieder. Die aus der Betriebstätigkeit erarbeiteten Mittel machten einen Sprung auf 46,3 (Vorjahreszeitraum 18,1) Millionen Franken. Der Free-Cashflow erreichte 23,8 Millionen Franken nach einem leichten Rückgang von 5 Millionen Franken in der entsprechenden Vorjahresperiode.

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Dank der guten Aussichten expandiert die Dottikon unter der Konzernleitung von Markus Blocher weiter. Die Dottikon ES investiert 275 Millionen Franken in den Bau einer neuen chemischen Mehrzweck-Produktionsanlage für Pharma-Wirkstoffe. Die Anlage wird 2025 in Betrieb gehen. Am Standort Dottikon wird das Unternehmen in den nächsten zwei Geschäftsjahren 100 neue Stellen schaffen.

Für das ganze laufende Geschäftsjahr erwartet die Dottikon ES einen Nettoumsatz von über 200 Millionen Franken. Das börsenkotierte Unternehmen treibt den Auf- und Ausbau von Produktionskapazitäten in den nächsten Jahren weiter voran, wie es in der Mitteilung heisst.

Familie Blocher steigert ihren Reichtum am meisten

Obwohl auch Ems-Chemie mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen hat, wächst kein Vermögen 2020 so wie das der Familie Blocher.

(sda/gku)