Die im Kanton Zug ansässige Schweizer Firma Swiss UAV entwickelt drei sogenannte «remotely piloted air systems» (RPAS) – kurz Drohnen – für zivilen und militärischen Einsatz. An der Unmanned-Systems-Konferenz, die kürzlich in Washington stattfand, hat das Unternehmen laut der Aviatik-Website «Aviation International News» seine beiden Drohnen Discoverer und Discoverer II sowie ein Modell des Atro-X, seines geplanten unbemannten Helikopters, vorgestellt.

Vergangenen Juli erst hat die Unmanned Systems AG, die Muttergesellschaft der Gruppe, die dem Management und Investoren gehört, eine Aktienmehrheit der Swiss UAV übernommen. Swiss UAV hat bereits den kleinen unbemannten Helikopter S-350, der vom schwedischen Flugzeughersteller Saab unter dem Namen Skeldar adaptiert wurde, sowie ein Modell für die Rheinmetall Airborne Systems entwickelt.

Die Unmanned Systems AG hat ihren Hauptsitz in Baar im Kanton Zug sowie Niederlassungen im schwedischen Linköping und im englischen Bicester.

Nicht von US-Waffenhandelsgesetz betroffen

Ein Prototyp des Modells Discoverer II hatte vor knapp einem Jahr in Schweden seinen Jungfernflug und wurde diesen Frühling fertiggestellt. Die Drohne wiegt 250 Kilogramm, hat eine Flügelspannweite von sieben Metern, kann über 16 Stunden in der Luft bleiben und mit bis zu 70 Kilogramm beladen werden – hauptsächlich mit diversen Überwachungskameras und Radarsystemen.

Die Discoverer II sowie die ältere und bedeutend kleinere Dicoverer sind modular aufgebaut und können dementsprechend verändert werden. Beide Modelle haben keine Komponenten, die vom US-Waffenhandelsgesetz (ITAR) betroffen wären.

Laut der «Aviation International News» sollen vor allem Spezialeinheiten der schwedischen Armee am Dicoverer II interessiert sein. Nächstens soll die Drohne mit einem Swiss UAV Autopiloten ausgestattet und ausgiebig in Kuwait in Zusammenarbeit mit Kuwait Aerospace Technologies getestet werden.

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