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Easyjet plant künftig Langstreckenflüge

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Keystone

Billigflieger-Airline Easyjet wagt sich in das Langstreckengeschäft vor: Mithilfe von Partnern können Passagiere entsprechende Verbindungen über London nutzen. Das bedeutet mehr Konkurrenz für Swiss.

Veröffentlicht am 13.09.2017

Nach Ryanair dringt auch der britische Billigflieger Easyjet mithilfe von Partnern in das Geschäft mit Langstreckenflügen vor. Am Londoner Flughafen Gatwick können Easyjet-Passagiere ab sofort in die Langstreckenjets des norwegischen Billigfliegers Norwegian und der kanadischen Airline Westjet umsteigen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Luton bei London mitteilte.

Zudem spricht Easyjet nach eigenen Angaben über ähnliche Partnerschaften mit Fluglinien aus dem Nahen Osten und Asien, um den Service auch an Flughäfen wie Paris oder Mailand aufbauen zu können. Das bedeutet auch mehr Konkurrenz für Swiss, die heute ab Genf ein neues Abo-Angebot einführte.

Klassisch nur Direktverbindung

Klassischerweise bieten Billigfluglinien nur Direktverbindungen von einem Flughafen zum anderen an. Wer einen Anschlussflug plant, braucht in der Regel ein weiteres Ticket - und ist beim Umsteigen und dem Umladen des Gepäcks auf sich selbst gestellt.

Das Konzept sorgt für einfache Abläufe und niedrigere Kosten. Doch auch Europas grösster Billigflieger Ryanair hatte jüngst ein Umsteige-Angebot angekündigt. Partner sollen dabei Norwegian, die spanische Air Europa und die irische Aer Lingus sein, die zur British-Airways-Mutter IAG gehört.

Aufgegebenes Gepäck selbst abholen

In Italien können Ryanair-Passagiere schon zwischen den Maschinen des Billigfliegers selbst umsteigen. Easyjet plant jetzt Ähnliches in Gatwick. Aufgegebenes Gepäck müssen die Kunden aber selbst vom Gepäckband holen und für den nächsten Flug abgeben. Dafür werden 15 britische Pfund ( 19 Franken) fällig. Bisher steigen in Gatwick den Angaben zufolge jährlich fast 200'000 Fluggäste in eigener Regie zwischen Easyjet-Flügen um.

Die Gesellschaft versucht bei ihrem neuen Angebot zu vermeiden, dass sich Flüge verspäten, weil eine Maschine auf Anschlusspassagiere warten muss. Daher soll das Angebot nur verfügbar sein, wenn zwischen geplanter Ankunft und Abflug mit einer Partner-Airline mindestens zweieinhalb Stunden Zeit ist.

 
(sda/me)
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