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Eataly: Der erste Schweizer Standort ist gesichert

Eataly Smeraldo Mailand: Schlemmen und Shoppen über drei Etagen. ZVG

Shoppen, Schlemmen, Schwelgen: Das italienische Detailhandelskonzept Eataly findet einen ersten Standort in der Schweiz.

Von Andreas Güntert und Madeleine Stäheli Toualbia
am 18.11.2015

Die italienische Supermarkt-und Gastronomie-Kette Eataly feiert weltweit Erfolge. Das Konzept des piemontesischen Unternehmers Oscar Farinetti ist aktuell mit 26 Standorten in Italien, den USA, Brasilien und anderen Ländern vertreten und stand 2014 für einen Umsatz von 440 Millionen Euro.

Wie an der Mapic, der führenden internationale Messe für Einzelhandelsimmobilien in Cannes bekannt wurde, wird in Zusammenarbeit mit der Immobiliengesellschaft Mobimo ein erster Eataly-Pfeiler in der Schweiz eingeschlagen – in Lausanne: «Mobimo hat eine Vereinbarung mit Eataly unterschrieben», bestätigt Jan Tanner gegenüber der «Handelszeitung». Tanner, Leiter Quartiermanagement bei der Mobimo in Lausanne, äussert sich zum Standort: «Das italienische Erfolgskonzept wird einige tausend Quadratmeter im Lausanner Quartier Le Flon beziehen.»

Weitere Schweizer Immobiliengesellschaft interessiert

Neben Mobimo ist ein weiterer Schweizer Immobilienkonzern interessiert an den Tempeln der italienischen Lebensart: es ist die Immobiliengesellschaft Swiss Prime Site (SPS), zu deren Bestand unter anderem die Shopping Arena in St. Gallen, das Sihlcity in Zürich, das Zentrum La Praille in Genf und das Zürcher Warenhaus Jelmoli gehören.

«Wir haben Eataly eröffnet, dass wir gerne ihr Partner wären, wenn sie Raum benötigen» sagt SPS-Konzernleitungsmitglied und Anlagechef Peter Lehmann. «Eataly ist ein spannendes Konzept, das wir uns in unseren Shopping Centern vorstellen können», sagt der Chef über ein Immobilien-Portfolio im Wert von fast zehn Milliarden Franken.

Arabische Connection

Obwohl Eataly-Gründer Farinetti bei einem Auftritt in Zürich jüngst erste Standorte in Schweizer Grossstädten favorisiert hat, dürfte sein Konzept auch etwas weiter weg von den Ballungszentren auf Interesse stossen. Werner Schäppi, Sprecher der im Bau befindlichen Mall of Switzerland im luzernischen Ebikon, sagt: «Wir sind bezüglich Mietermix derzeit mit sehr vielen möglichen Partnern im Gespräch.»

Dass Eataly dereinst in Ebikon landen könnte, ist deshalb naheliegend, weil die Bauherrin und Besitzerin der Mall of Switzerland, die Freo Group, eine Tochter des Staatsfonds aus Abu Dhabi ist. Und dieser hält auch ein Viertel an der Signa Holding von René Benko, deren Retail-Tochter wiederum Joint-Venture-Partnerin von Eataly ist.

Im Oktober wurde bekannt, dass die deutsche Signa Retail das Eataly-Konzept mittels Joint-Venture nach Deutschland, Österreich und in die deutschsprachige Schweiz bringen will.

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