Die Produzentin von Gebäudehüllen, die Eternit AG in Niederurnen, sucht nach einem neuen Innovationsstandort ausserhalb des Kantons Glarus. Geplant ist, auch den Firmensitz der Gruppe zu verlegen.

Der Grund für die Expansionspläne ausserhalb des angestammten Glarnerlandes ist ein Entscheid der Gemeindeversammlung von Glarus Nord am Donnerstagabend. Die Versammlung verweigerte der Firma im Zusammenhang mit der Genehmigung des neuen Gemeinderichtplanes einen Standort für ein neues Werk. 300 Millionen Franken wollte Eternit am vorgesehenen Innovationsstandort investieren.

Eternit-CEO ist enttäuscht

Urs Lehner, CEO von Eternit, machte am Freitag keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über den Beschluss der Gemeindeversammlung. «Wir haben Alternativen», sagte er auf Anfrage zu einem Bericht auf dem Online-Portal südostschweiz.ch. Die Diskussionen würden nun beginnen und Angebote geprüft.

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Verlegt werden soll auch der Firmensitz der Gruppe, in der Eternit-Betriebe mehrerer Länder zusammengefasst sind. Das bedeute für Glarus einen Steuerverlust, sagte Lehner. Gleichzeitig betonte er, dass Eternit Schweiz den Standort in Niederurnen behalte und der Entscheid der Gemeindeversammlung auf die 300 Arbeitsplätze keinen Einfluss habe.

Die Eternit AG ist ein Unternehmen der Swisspor Gruppe.

 (sda/ise/gku/chb)