Der frühere Thurgauer CVP-Politiker und Swisscom-Chef Felix Rosenberg ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Rosenberg erlag am Ostermontag einer schweren Krankheit, wie seine Familie bestätigte.

Der Jurist Felix Rosenberg hatte seine Karriere 1974 als Vorsteher des Finanz-, Forst- und Militärdepartements im Kanton Thurgau begonnen. Der Sohn des ehemaligen CVP-Generalsekretärs und Erfinders der Zauberformel, Martin Rosenberg, war damals mit Abstand jüngstes Mitglied der Thurgauer Regierung.

Bis 2011 im Verwaltungsrat der Swisscom

1989 wurde Rosenberg vom Bundesrat in die Generaldirektion der Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe (PTT) gewählt. Als Chef des Fernmeldebereichs Telecom PTT, der späteren Swisscom, bereitete er den Wechsel der damaligen Monopolistin in die Ära des liberalisierten Telekommunikationsmarktes vor.

Nach seinem Rücktritt als Generaldirektor im Jahr 1998 sass Rosenberg noch bis 2011 als Staatsvertreter im Verwaltungsrat der Swisscom. Daneben setzte er sich als langjähriger Präsident der Stiftung Pro Patria und als Begründer und Ehrenpräsident der Stiftung Kartause Ittingen für soziale und kulturelle Belange ein.

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Ehrendoktor der Universität Freiburg

2005 wurde Rosenberg für sein öffentliches Engagement von der Universität Freiburg mit dem Ehrendoktor ausgezeichnet. Daneben setzte es für den früheren Swisscom-Chef auch Kritik ab. In seine Amtszeit fielen gescheiterte Auslandsengagements, und in einem jahrelangen Rechtsstreit um die 156er-Telefonsex-Nummern musste er in den 1990-er Jahren vor Gericht den Kopf hinhalten.

(sda/me/sim)