Die Bauerngenossenschaft Fenaco ist der erste Schweizer Vertriebspartner des Silicon-Valley-Konzerns Tesla für dessen Haushaltsbatterie Powerwall. Das berichtet die «Handelszeitung» in ihrer aktuellen Ausgabe. Fenaco-Chef Martin Keller freut sich. «Wir bringen den Bauern einen Tesla in die Scheune.»

Vorbestellungen nimmt die Fenaco-Tochter Solvatec bereits entgegen, im März beginnt die Auslieferung. «Es wäre übertrieben zu sagen, dass die Landwirte uns die Bude einrennen, aber wir haben bereits Bestellungen vorliegen», sagt Keller, ohne eine genaue Zahl zu nennen. Es soll sich um gut zwei Dutzend handeln.

Powerwall kostet 8000 Franken

Inklusive Montage wird eine Powerwall rund 8000 Franken kosten. «Tesla ist es gelungen», so Keller, «die Kosten für die Energiespeicherung massiv zu reduzieren. Wir denken deshalb, dass die Powerwall den Markt für erneuerbare Energien spürbar weiterentwickeln wird.»

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Tatsächlich wird der Tesla-Innovation von vielen Experten zugetraut, ein wichtiger Baustein in der dezentralen Energieversorgung zu werden. Strom, der mit Solarzellen auf Dächern produziert wird, muss nicht ins Netz eingespiesen, sondern kann lokal gespeichert werden. Fenaco, ein Konzern mit 6,2 Milliarden Franken Umsatz, ist erst vor einem Jahr ins Geschäft mit erneuerbaren Energien eingestiegen und hat den Solaranlagenbauer Solvatec übernommen.

Fenaco und erneuerbare Energien

In Kalifornien baut Tesla seit vergangenem Jahr eine 5 Milliarden Dollar teure Batteriefabrik. Sie soll bis 2020 eine halbe Million Batteriepakete pro Jahr produzieren. Dass Konzernchef Elon Musk auf eine Batterie für den Massenmarkt setzt, ist schlau, sind Experten überzeugt. Sowohl im Automobil- als auch im Gebäudebereich stellt die Stromspeicherung eine wichtige Komponente dar, um die Schwankungen erneuerbarer Energien auszugleichen.

 

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