Der indonesische Zahlungsdienstleister Achiko verschiebt das ursprünglich für diesen Donnerstag geplante Listing an der Schweizer Börse SIX. Ein neues Datum stehe noch nicht fest, sagte ein Firmensprecher am Mittwoch. Gründe für den Aufschub nannte er nicht.

Achiko sitzt in Jakarta und bietet Zahlungsdienstleistungen für Personen ohne Bankkonto oder Kreditkarte; abgesehen vom Heimmarkt ist es auch in Singapur, Taiwan, Korea und Malaysia tätig. Haupt-Business ist das Tochterunternehmen Mimopay, das 2012 gestartet worden war: Die Endkunden dieses Zahlungsdienstleisters können beispielsweise für Online-Spiele und Dienstleistungen via diverse Kanäle bezahlen – etwa per Telefonrechnung, Spielgutscheine oder bei 10'000 Läden und 100'000 Geldautomaten.

Laut eigenen Angaben hat Mimopay in Indonesien gut zwei Millionen Endkunden. Das Unternehmen will nun nach Myanmar und auf die Philippinen expandieren – ein Motiv für die nun geplante Aktienausgabe. 

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Das Unternehmen hatte im Juni angekündigt, ihre Aktien an der SIX kotieren zu wollen. Das Management habe vor allem zwei Motive für die Kotierung hier, sagte eine Sprecherin damals. Erstens geniesse der Finanzplatz Schweiz ein hohes Ansehen in Asien. Zweitens könne die Schweiz mit einer starken Fintech-Szene aufwarten. So plane Achiko auch, hier operativ zu werden und einen Ableger zu gründen.Früheren Angaben zufolge steht die Firma, die noch Verluste schreibt, in Besitz des indonesischen Medienkonzerns MNC, der Risikokapitalgesellschaft SOSV, des Managements, anderer Mitarbeiter sowie Privatanlegern.

(Reuters / rap)