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Taschen-Titanen
Freitag: Ohne Chef geht's besser

Markus (links) und Daniel Freitag: Ohne CEO agiler unterwegs

Die Zürcher Taschenmanufaktur Freitag arbeitet mit einem neuen Management-Konzept. Fachbereiche werden gestärkt, den 2014 eingestellten CEO braucht es nicht mehr, sagt die Firma.

Von Andreas Güntert
am 09.11.2016

Die Zürcher Taschenmanufaktur Freitag hat sich von ihrem Chef Hans Häfliger getrennt. Freitag-Sprecherin Elisabeth Isenegger bestätigt den Abgang und schildert ihn als Prozess mit Vorlaufzeit: «Die Zusammenarbeit wurde im November in gegenseitigem Einvernehmen beendet; aus der Firma ausgetreten ist Hans Häfliger Ende Mai.»

Freitag will agiler werden

Das Unternehmen habe sich in diesem Prozess intern neu aufgestellt, sagt Isenegger: «Die ehemaligen CEO-Aufgaben sind direkt bei dafür bestimmten Gremien – bestehend aus Entscheidungsträgern der jeweiligen Abteilungen und den Gründern Markus und Daniel Freitag – angesiedelt worden.»

Die Firma entwickle sich hin «zu einer agilen Organisationsform, welche die einzelnen Fachbereiche der Firma stärkt.» Mit dieser neuen Organisationsform will man mehr Flexibilität schaffen im Unternehmen.

Häfliger war erst seit 2014 am Ruder

Dazu gehört offenbar auch, dass die Chef-Position  beim 1993 gegründeten Unternehmen, das mit rund 160 Angestellten einem geschätzten Umsatz von 30 Millionen Franken erwirtschaftet,  nicht ersetzt wird: «Die CEO-Position wird nicht mehr besetzt; Freitag hat keine klassische Geschäftsleitung mehr.»

Häfliger war im Jahr 2014 vom Medtech-Unternehmen DePuy Synthes als Nachfolger von Monika Walser zu Freitag gekommen. Der Entscheid, dass der promovierte Agrarökonom und Mode-Quereinsteiger Freitag schon nach zwei Jahren wieder verlassen hat, sei unabhängig vom Geschäftsgang getroffen worden, heisst es beim Unternehmen.

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