Der Genfer Autosalon (Geneva International Motor Show – GIMS) fällt auch 2021 dem Coronavirus zum Opfer. Das Komitee und der Stiftungsrat haben beschlossen, die Automesse auch im nächsten Jahr nicht durchzuführen, wie es in einer Mitteilung vom Montagabend hiess.

Eine Umfrage habe ergeben, dass eine Mehrheit der Aussteller «wahrscheinlich» an einer Neuauflage der Messe 2021 nicht teilnehmen werde und einen Autosalon 2022 bevorzuge. «Der Automobilsektor befindet sich in einer schwierigen Phase und die Aussteller brauchen Zeit, um sich von den Folgen der Pandemie zu erholen», hiess es weiter.

«Darüber hinaus ist nicht sicher, ob die gesundheitliche Situation die Organisation einer Veranstaltung mit mehr als 600'000 Besuchern und 10'000 Journalisten im kommenden Frühjahr erlaubt.»

Verkauf an die Palexpo

Der Genfer Autosalon war bereits in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt worden. Im Jahr 2021 hätte der Autosalon vom 4. bis 14. März stattfinden sollen. Begründet wird die neuerliche Absage auch mit den finanziellen Folgen der diesjährigen Absage, die «schätzungsweise 11 Millionen Schweizer Franken» an Verlusten verursacht habe.

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Die Veranstalter streben nun laut Mitteilung einen Verkauf an die Palexpo an. «Das Ziel ist, eine Lösung zu finden, welche die regelmässige Organisation eines internationalen Automobil- Salons in Genf sicherstellt. Mit dem Kauf der Vermögenswerte würden alle Rechte der Organisation der GIMS auf die Palexpo SA übertragen.»

Der Autosalon sei die grösste öffentliche Veranstaltung in der Schweiz. Ihre wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Kanton Genf würden auf rund 200 Millionen Schweizer Franken pro Jahr geschätzt.

(gku ¦ sda)