Georg Fischer (GF) ist im Geschäftsjahr 2019 wegen des Ausstiegs aus dem Geschäft mit Eisenguss für den Automobilmarkt deutlich geschrumpft. Aber auch organisch gingen die Verkäufe zurück. Der Gewinn wurde von Einmaleffekten für den Umbau der Division Casting Solutions belastet.

Der Umsatz sank markant um 38 Prozent auf 3,72 Milliarden Franken, wie der Industriekonzern am Mittwoch mitteilte. Der Grossteil dieses Rückgangs erklärt sich mit dem Ende 2018 angekündigten Verkauf der beiden Eisengiessereien in Singen und Mettmann, durch welchen ein Umsatz von etwa 620 Millionen weggefallen ist. Negative Währungseffekte haben zudem den Umsatz um 88 Millionen gedrückt.

Auch organisch gingen Verkäufe zurück

Aber auch organisch gingen die Verkäufe um 4,1 Prozent zurück. Der Einfluss der geopolitischen Unsicherheiten habe sich im zweiten Semester noch akzentuiert und insbesondere der grundlegende Wandel in der Automobilindustrie habe zu Gegenwind geführt, hiess es dazu. Immerhin hat sich der organische Rückgang in der zweiten Jahreshälfte auf 2,5 Prozent klar verlangsamt.

Harzig lief das Geschäft insbesondere in der Division Casting Solutions, welche als Zulieferer der Automobilindustrie besonders betroffen war. Der Umsatz schrumpfte hier organisch um knapp 10 Prozent. Das Minus in der Maschinenbau-Division lag bei 7,5 Prozent, wogegen die grösste Division Piping Systems um 1,3 Prozent zulegte.

Der Gewinn wurde unter anderem von Einmaleffekten für Massnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Division Casting Solutions in der Höhe von 46 Millionen Franken belastet.

Dividende soll bei 25 Franken pro Aktie bleiben

Das operative Ergebnis (EBIT) des Konzerns fiel denn auch um gut 38 Prozent auf 235 Millionen zurück und die dazugehörende Marge um 210 Basispunkte auf 6,3 Prozent. Klammert man die Sondereffekte aus, liegt die Marge bei 7,6 Prozent.

Das Reinergebnis (nach Minderheiten) brach ebenfalls um rund 38 Prozent auf 173 Millionen ein. Die Dividende soll indes stabil bei 25 Franken je Aktie gehalten werden. Die Schätzungen der Analysten wurden mit diesen Zahlen in etwa getroffen.

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«Übergangsjahr 2020»

Zum Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr heisst es, dass die wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten - einschliesslich der operativen und finanziellen Auswirkungen des Coronavirus - gestiegen seien. 2020 werde deshalb der Fokus auf Innovation, Geschwindigkeit und operative Exzellenz verstärkt und ein Agilitätsprogramm gestartet, das sich diesen Themen annehme. Diese Initiativen sollen «im Übergangsjahr 2020 eine solide Grundlage für den neuen Strategiezyklus 2025 von GF schaffen».

GF hält am Ziel fest, eine operative Marge von 9 bis 10 Prozent sowie von 20 bis 24 Prozent für die Rendite auf dem eingesetzten Kapital zu erreichen, verbindet dieses aber nicht mehr mit dem Jahr 2020.

(awp/gku)

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