Wer sagt eigentlich, ein Geschäftsbericht sei per Definiton langweilig? In den ­Jurysitzungen des Geschäftsberichte-Ratings der BILANZ jedenfalls geht es ziemlich unterhaltsam zu und her. «Dieses Druckwerk», sagt ein Juror und hält eins der dicksten Bücher hoch, «ist extrem schön, taugt ansonsten aber gar nichts.» – «Die Sprache hier drin ist das reinste Bullshit-Bingo», ergänzt ein zweiter, der später über den Bericht einer Bank sagt: «Wenn ich Geld hätte, würde ich es denen geben.» Eine Jurorin fühlt sich bei einer anderen Publikation optisch «ein wenig an naive Malerei aus Appenzell erinnert». Und einem wurde beim Prüfen eines wenig nutzerfreundlichen Online-Reports «ganz duubedänzig».

Die LLB wird immer besser

Duubedänzig oder stigelisinnig wird man vielleicht in Basel, aber sicher nicht am anderen, östlichen Ende der Schweizer Geografie. Denn der Sieger des Geschäftsberichte-Ratings 2019 ist die Liechtensteinische Landesbank (LLB), dank ihrer ­Kotierung an der Schweizer Börse quasi geschäftsberichtlich eingemeindet.