Glencore hat im vergangenen Geschäftsjahr unter der Coronakrise gelitten.

Unter dem Strich stand ein den Aktionären zurechenbarer Verlust von 1,903 Milliarden Dollar, wie der Zuger Bergbaukonzern am Dienstag mitteilte.

Bereits im letzten Jahr war ein Verlust von 404 Millionen Dollar angefallen.

Der aktuelle Verlust sei allerdings auf Wertberichtigungen zurückzuführen und folglich nicht zahlungswirksam, betont Glencore. Das zeigt auch der Blick auf eine andere Kennzahl: Der adjustierte Betriebsgewinn EBITDA konnte auf dem Vorjahresniveau von 11,6 Milliarden Dollar gehalten werden.

Der Umsatz sinkt um über einen Drittel

Der Umsatz brach allerdings um 34 Prozent auf noch 142,34 Milliarden Dollar ein. Die Aktionäre sollen dennoch eine Dividende von 12 Cent je Aktie erhalten. Im vergangenen Jahr hatte Glencore angesichts der unsicheren Marktaussichten auf eine Ausschüttung an die Aktionäre verzichtet.

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Vor allem in der ersten Jahreshälfte waren die Förderanlagen über Wochen geschlossen geblieben und die Nachfrage nach Rohstoffen zurückgegangen. Zudem belasteten die sinkenden Rohstoffpreise das Ergebnis. Deutlich weniger gefördert wurden Kohle und Öl.

Glencore setzte sich Umweltziele

Auch Kupfer wurde weniger produziert. Einzig bei Zink, Gold und Silber wurden höhere Mengen aus dem Boden geholt. Als Gründe werden etwa pandemie-bedingte Schliessungen sowie Unterhaltsarbeiten angegeben.

Glencore sieht sich «einzigartig für die Anforderungen der Zukunft positioniert». Das Unternehmen sei bereit, den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu unterstützen und sein Ziel zu verwirklichen, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.

(awp/tdr/mbü)