Der Europachef des thailändischen Departmentstore-Verbunds Central Group, Vittorio Radice, zieht sich nach fast zehn Jahren aus dem operativen Geschäft zurück. Auf ihn folgt ab September Stefano Della Valle, der Chief Operating Officer bei Central ist. Ganz scheidet Radice nicht aus, er wechselt in den Verwaltungsrat der Gruppe, wie die «Lebensmittelzeitung» berichtet.

Die Central Group hat unter Radice in Europa eine Reihe an Luxus-Warenhäusern aufgebaut. Seit der Übernahme der italienischen Warenhauskette Rinascente hat der Konzern sukzessive seinen Einflussbereich ausgeweitet. Inzwischen ist er in vier Ländern mit acht Flagship-Stores vertreten.

In Deutschland gehören das Berlin KaDeWe, das Alsterhaus in Hamburg und das Oberpollinger in München zu dem Verbund. Seit kurzem ist die Central Group auch zusammen mit dem Partner Signa mit Globus in der Schweiz aktiv.

Radice blickt auf eine 30-jährige Karriere in der Retail-Branche zurück. Er leitete unter anderem das Londoner Traditionshaus Selfridges. Im Jahr 2005 wurde er CEO von Rinascente. Als die italienische Gruppe 2011 von der Central Group gekauft wurde, blieb er an die Spitze und spielte eine entscheidende Rolle dabei, die Gruppe in den drittgrössten Department Store-Verbund Europas zu entwickeln.

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Della Valle, der Erfahrung bei der Beratungsgesellschaft Deloitte mitbringt und für die Luxusmarke Prada in Italien und in Frankreich tätig war, fing 2006 bei Rinascente als Finanzchef an. 2017 wurde er zum COO der Central Group in Europa. In dieser Rolle war er mit involviert, das Berliner KaDeWe, Illum in Kopenhagen und Globus in der Schweiz weiter zu entwickeln. (red)