Die Google-Mutter Alphabet hat nach Angaben aus Firmenkreisen Teile ihrer Geschäftsbeziehungen zum Netzwerkausrüster Huawei eingestellt, nachdem die US-Regierung den chinesischen Konzern auf eine Schwarze Liste gesetzt hat.

Betroffen sei der Transfer sowohl von Bauteilen als auch von Programmen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Sonntag der Nachrichtenagentur Reuters. Huawei, das auch Handys herstellt, wird demnach ab sofort keine Updates für das Betriebssystem Android erhalten. Ausgenommen von den Massnahmen sind allerdings alle Programme mit veröffentlichtem Quelltext (Open Source).

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Die USA verschärfen die Gangart gegenüber Huawei. In der Schweiz bleibt der chinesische Konzern willkommen. Die Übersicht in drei Punkten.

Kein Zugang zu Gmail und Play Store mehr

Die nächste Generation der Huawei-Handys soll nach Angaben des Insiders keinen Zugang zum Google-Email-Anbieter Gmail und zur App-Plattform Google Play Store erhalten. Allerdings würden Details der Massnahmen nach Angaben der Quelle noch Google-intern diskutiert.

Am Freitag hatte ein Huawei-Sprecher erklärt, Anwälte des Konzerns untersuchten derzeit die Auswirkungen als Unternehmen der Schwarzen Liste geführt zu werden.

Infineon setzt Lieferungen aus

Auch der Halbleiterkonzern Infineon hat Chip-Lieferungen an den chinesischen Netzwerkausrüster einem Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung «Nikkei» zufolge ausgesetzt.

Das Unternehmen aus Neubiberg bei München habe damit auf die Entscheidung des US-Handelsministeriums reagiert, Huawei auf die schwarze Liste zu setzen, berichtete das Blatt unter Berufung auf zwei mit der Situation vertraute Quellen.

(sda/reuters/gku/bsh)

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