Das Areal der ehemaligen Brauerei Hürlimann in Zürich Enge ist vor allem wegen des Thermalbades und Google bekannt. Jetzt sollen laut dem «Tagesanzeiger» Mieter wegziehen, die seit Beginn der Umnutzung vor zehn Jahren präsent sind. Die Lücke wird demnach Google schliessen.

Ausziehen aus dem Hürlimann-Areal werden das Inneneinrichtungsgeschäft Colombo La Famiglia und die Immobilienfirma PSP. Die Inneneinrichter zieht es nach Zollikon und PSP in eine eigene Liegenschaft in Wollishofen. Ivan Colombo will nicht wegen der Höhe der Miete ausziehen, er nennt gegenüber dem «Tagesanzeiger» einen anderen Grund: «Wir haben per Zufall an der Goldküste einen idealen kundennahen Standort im Redbox-Haus in Zollikon gefunden.» Bei PSP stehen in einer konzerneigenen Liegenschaft Räume frei. Mit dem Umzug kann die Miete im Hürlimann gespart werden.

Google als Mietzinstreiber

Die freiwerdenden Räumlichkeiten will sich jetzt offenbar Google sichern und in Zürich so weiter wachen. Die Amerikaner sind schon jetzt einer der grössten Mieter im Hürlimann in Zürich Enge. Und für Hürlimann-Insider sei es ein offenes Geheimnis, dass Google in die frei werdenden Räume einziehe, heisst es im «Tagesanzeiger». Laut der Zeitung deutet vieles im Quartier auf den IT-Giganten als Mieter hin.

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«Charakter und Atmosphäre werden zunehmend vom US-Konzern dominiert», sagt Markus Hofmann, Präsident der IG Hürlimann-Areal. Der Druck auf die Mieten würde steigen. Die PSP hat laut dem Artikel für die in den Hürlimann-Stallungen untergebrachten Läden bereits Mietpreiserhöhungen ankündigt.

Einzelne Gewerbler sollen deswegen schon schlaflose Nächte haben. Hofmann dazu: «Die Budgets der meisten Kleinbetriebe reichen da nicht mehr aus.»

(tke)