Im Markt für Obligationen zeigen sich die Folgen der aktuellen expansiven Geldpolitik besonders deutlich: Bei immer mehr Staatspapieren sind die Zinsen negativ. Die Anlegerinnen und Anleger zahlen für die Papiere, statt dafür einen Zins zu erhalten.

Die Schweiz und Deutschland können sich schon seit mehreren Jahren so gratis über zehn Jahre Geld leihen – und diese Liste der Staatsanleihen mit Negativzinsen wird länger, wie auf unserer Grafik der Woche zu sehen ist.

 

Grafik der Woche Staatsanleihen
Quelle: Macrobond/Statista

Weil sich mit diesen als sicher geltenden Staatspapieren nicht mehr Geld verdienen lässt, suchen sich die Anleger nach neuen Möglichkeiten um: Sie investieren an der Börse, kaufen Immobilien oder beteiligen sich - über Private Equity - an privat gehaltenen Unternehmen.

Das günstige Zentralbankgeld sorgt auch bei anderen Anlageklassen für einen Boom: So hat der Wert von Bitcoin einen neuen Höchststand erreicht, und auch mehrere Rohstoffe, etwa Kupfer, werden zu Rekordpreisen gehandelt.

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(mbü)