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Fusionspläne
Hildebrand kritisiert geplante Grossbanken-Fusion

Philipp Hildebrand

Philipp Hildebrand: «Welches Problem soll hier gelöst werden?»

Quelle: © KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER

Der ehemalige SNB-Chef Philipp Hildebrand sieht keinen Vorteil in der Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank.

Veröffentlicht am 22.03.2019

Die weltgrösste Fondsgesellschaft Blackrock ist von einer Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank nicht überzeugt. Es könne nicht das Ziel sein, damit eine grosse Investmentbank zu schaffen, weil das nicht funktionieren würde, sagte Blackrock-Vizeverwaltungsratschef Philipp Hildebrand, ehemaliger SNB-Präsident.

«Welches Problem soll hier gelöst werden?», fragte Hildebrand am Freitag auf einer Konferenz in Frankfurt. Diese Frage werde in den Debatte bisher nicht erörtert. Es werde auf jeden Fall nicht funktionieren, wenn man einmal mehr eine grosse, US-inspirierte Investmentbank schaffen wolle. Blackrock gehört bei beiden Banken zu den grössten Aktionären.

Gewerkschaft fürchtet Stellenabbau

Unterdessen stemmt sich die Gewerkschaft Verdi weiter gegen eine Fusion von Deutscher Bank und Commerzbank. «Auch nach den gestrigen Aufsichtsratssitzungen lehnen wir eine Fusion weiter ab, vor allem mit Blick auf die Arbeitsplätze, die verloren gehen würden und weil sich kein erfolgreiches neues Geschäftsmodell abzeichnet», sagte der Gewerkschafter Jan Duscheck, der auch im Aufsichtsrat der Deutschen Bank sitzt, am Freitag.

(awp/gku)

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