Mitte des 15.  Jahrhunderts verbreitete sich in Europa ein neues Getränk, der Kaffee. Damals wurde das Pulver im Wasser ausgekocht, was dem Aroma wenig zuträglich war. Erst die Maschinen nahmen dem Kaffee seine Bitterkeit. Das Zeitalter der maschinellen Zubereitung begann 1820 mit dem Perkulator: In einer Kanne wurde das kochende Wasser über ein Rohr auf das Pulver geleitet. 1827 erfand der Tübinger Physiker Johann Gottlieb Nörrenberg eine Maschine, die mittels Dampfdruck und Vakuum arbeitete.
An der Weltausstellung in Paris von 1855 bestaunte das Publikum die ersten Kaffeemaschinen. 1901 übertrug Luigi Bezzera das Prinzip dampfbetriebener Maschinen auf die Kaffeezubereitung; er setzte den Wasserboiler unter Druck und beschleunigte so den Brühvorgang. Nun hielt der Espresso Eingang in die Kaffeehäuser.

1935 sorgte Francesco Illy für Furore; sein Modell Illetta erzeugte den Druck nicht durch Dampf, sondern mit Druckluft. Das Kaffeepulver wurde dadurch nicht mehr verbrannt, der Espresso bekam einen ganz neuen Geschmack. 1948 verbesserte Achille Gaggia das Aroma nochmals: Bei seinem Gerät sorgte ein Handhebel via Kolben dafür, dass heisses Wasser durch den gemahlenen Kaffee gedrückt wurde. Nun schwamm auf dem Kaffee ein Schaum. 1961 lancierte Ernesto Valente das Modell Faeme. Dieses saugt das Wasser direkt aus der Leitung in ein Rohr, das durch den Boiler läuft und danach das erhitzte Wasser durch das Pulver drückt. Auf diesem Prinzip basieren fast alle heutigen Kaffeemaschinen.