Bei den Schweizer Unternehmen haben in diesem Frühling viele Angestellte von ihrem eigenen Zuhause aus gearbeitet. Durch diese Erfahrung hat das Home Office den Durchbruch geschafft – die Mitarbeiter werden auch künftig an manchen Arbeitstagen dem Büro fern bleiben.

14 Prozent der Arbeit wird bei Schweizer Dienstleistungsunternehmen künftig im Schnitt im Home Office geleistet: Dies zeigt eine neu veröffentlichte Umfrage der Credit Suisse. Bei Industriefirmen ist der Anteil etwas tiefer.

Podcast zum Thema

  • Miriam Meckel von der Universität St. Gallen über Home-Office in Zeiten von Corona:
  • Marianne Jannik, Chefin von Microsoft Schweiz über den Technologie-Boom und Remote Work:

Das gibt den Firmen die Möglichkeit, Kosten zu sparen: Dienstleister werden rund 7,0 Prozent weniger Bürofläche benötigen, Industriefirmen 3,6 Prozent, wie die Umfrage weiter zeigt.

In zehn Jahren dürfte der Bedarf an Räumlichkeiten sogar um 15 Prozent sinken.

Besonders für Dienstleister sei das eine verlockende Aussicht, so die Studie, denn die Raumkosten machten bei ihnen meist einen mittleren einstelligen Prozentsatz der Erträge aus.

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Viele Jobs verschwinden

Der Trend zum Home Office sei im Moment aber nicht die grösste Sorge für Vermieter von Büroflächen. «Das grössere Problem für die Büroflächenvermieter dürfte vorerst der erwartete Beschäftigungsabbau darstellen», schreibt die Credit Suisse.

«Der von den Ökonomen der Credit Suisse erwartete Beschäftigungsrückgang von 1,5 Prozent per Jahresende wird zu einem Nachfragerückgang um 770’000 m² führen. Das entspricht beinahe drei Viertel der am Markt beobachteten kumulierten Zusatznachfrage der letzten beiden Jahre. Vor allem Neuanmietungen von Büroflächen dürften dies zu spüren bekommen, da viele Unternehmen nun Expansionspläne auf Eis legen (..).»

(mbü)