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Einigung
Hublot und Fifa kooperieren bis zur WM 2022

Hublot-Präsident Jean-Claude Biver: «Das ist eine kolossale Sache.»   Keystone

Die Luxusmarke und der Fussballverband arbeiten langfristig zusammen. Das verriet Hublot-Präsident Jean-Claude Biver. Die Uhrenmanufaktur verspricht sich von dem Marketingcoup globale Bekanntheit.

Von von Stefan Barmettler und Alessia von Rohr
am 19.03.2014

Die Luxusmarke Hublot und der internationale Fussballverband Fifa haben sich auf eine langfristige Zusammenarbeit geeinigt. Das sagte Hublot-Präsident Jean-Claude Biver im Interview mit der Handelszeitung. Nicht nur bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in Brasilien werde die Uhrenmanufaktur aus Nyon als Partner des WM-Ausrichters auftreten. «Wir sind Partner der Fifa bis 2022, auch für 2018 in Russland und 2022 in Katar», so Biver. «Das ist eine kolossale Sache.»

Hublot erwartet sich von dieser Kooperation weltweite Bekanntheit: «Die Weltmeisterschaft wird von Milliarden Leuten verfolgt», so Biver. Heute verkaufe Hublot 30’000 Uhren. Das soll sich mit der langfristigen Zusammenarbeit ändern: «Da kommt eine Lawine auf uns zu», sagte der 63-Jährige.

China – «unheimliche Kaufkraft, die da heranwächst»

Für den Schweizer Uhrenmarkt ist Biver, der auch den Marken Tag Heuer und Zenith als Präsident vorsteht, ebenfalls optimistisch: Das wichtige Abnehmerland China ist auf Konsolidierungskurs, der Boden erreicht. Zudem entwickelt sich die dortige Mittelschicht. «Das ist eine unheimlich Kaufkraft, die da heranwächst», so Biver.

Zwar könnten sich diese Menschen nicht Uhren für 200'000 Franken leisten. Dies scheint jedoch kein Nachteil zu sein: «Das ist gut für die Schweizer Uhrenindustrie, so profitiert sie von hohen Stückzahlen, das beschäftigt unsere Leute», sagte Biver. Marken wie Longines, Tissot oder Tag Heuer würden «enorm an der wachsenden Mittelschicht partizipieren.»

Allerdings, so räumt Biver ein, finde Hublot heute «in China noch nicht die grosse Resonanz.» Auch Zenith und Tag Heuer müssten «Gas geben».

Hublot: «Uhrenmacher und keine Rohstoffhändler»

Biver bestätigte im Handelszeitung-Interview zudem das Interesse des kalifornischen Tech-Konzerns Apple an Hublots Know-How. Demnach erkundigte sich der Tech-Gigant an der Legierung Magic Gold von Hublot. Allerdings, so Biver, hätte man nicht die nötigen Mengen liefern können. «Zudem sind wir Uhrenmacher und keine Rohstoffhändler.»

Das ganze Interview lesen Sie in der neuen «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk oder mit Abo bequem jede Woche im Briefkasten.

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