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Idorsia will 2020 ersten Zulassungsantrag stellen

Idorsia

Biotechfirma Idorsia: Schlafmittel «mit vielen verbesserten Eigenschaften».

Quelle: © KEYSTONE / GEORGIOS KEFALAS

Das erste Medikament der Biotechfirma Idorsia soll ein Schlafmittel sein. Dafür spricht der grosse Markt für diese Produkte.

Veröffentlicht am 18.04.2019

Das Schweizer Biotechnologieunternehmen Idorsia steuert auf einen ersten Zulassungsantrag für ein Medikament im Jahr 2020 zu. Versprochen wird ein Schlafmittel «mit vielen verbesserten Eigenschaften».

«Ich denke die erste Einreichung könnte Ende kommenden Jahres erfolgen», sagte Firmenchef Jean-Paul Clozel am Donnerstag zur Nachrichtenagentur Reuters. «Am ehesten wird es das Schlafmittel sein.» Der in der letzten Phase der klinischen Entwicklung steckende Arznei mit der Bezeichnung ACT-541468 billigt Clozel trotz des hart umkämpften Marktes gute Erfolgschancen zu.

«Wir haben hier ein Medikament einer ganz neuen Generation mit vielen verbesserten Eigenschaften und ich glaube, dass unser Produkt grosse Vorteile hat», sagte Clozel, der zusammen mit seiner Frau Martine, der Forschungschefin des Unternehmens, der grösste Idosrsia-Aktionär ist. Der Markt für Schlafmittel sei riesig und biete Platz für mehr als ein paar Arzneien.

Drei weitere Wirkstoffe in der Phase-III-Entwicklung

Idorsia - hervorgegangen aus der von Clozel gegründeten Biotech-Firma Actelion, nachdem diese 2017 für 30 Milliarden Dollar vom US-Gesundheits- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson geschluckt wurde -, hat neben ACT-541468 drei weitere Wirkstoffe in der spätklinischen Phase-III-Entwicklung. Das Unternehmen mit Sitz in Allschwil bei Basel schloss das erste Quartal mit einem Verlust von 106 Millionen Franken ab und verfügte Ende März über Barmittel von 1,1 Milliarden Franken.

Clozel zufolge machen die Gespräche mit potenziellen Entwicklungs- und Vertriebspartner Fortschritte. «Ich denke wir sind auf gutem Weg für einige Aktiva.» Für welche Wirkstoffe er eine Partnerschaft anstrebt, wollte er nicht sagen.

Idorsia entwickelt unter anderen gemeinsam mit J&J die Arznei Aprocitentan zur Behandlung von therapieresistentem Bluthochdruck. In Phase-III-Tests befinden sich auch Medikamente zur Vorbeugung von Arterienverengungen im Gehirn nach einer Gehirnblutung und zur Behandlung der Stoffwechselerkrankung Morbus Fabry.

(sda/gku)

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