Der grösste Möbelhersteller der Welt erhöht seine Preise international – im Schnitt um 9 Prozent. Dies bestätigte Ikea am Donnerstag. Zuvor war aus diversen Staaten gemeldet worden, dass die Preise in den Ikea-Shops und im Ikea-Katalog um 9 Prozent (Grossbritannien) bis 11.2 Prozent (Irland) höher angeschrieben worden waren.

Ikea habe es nach dem Ausbruch der Covid-Pandemie lange geschafft, seine Preise stabil zu halten, so ein Sprecher des schwedischen Möbelkonzerns gegenüber dem britischen «Guardian». Doch angesichts der weltweiten Lieferengpässe und Preiserhöhungen bei Vorprodukten lasse sich das nicht länger halten.

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«Wie viele andere Detailhändler, mussten auch wir unsere Preise erhöhen, um den Impact auf unser Geschäft zu dämpfen. Die Preise werden nicht nur durch die Rohmaterialien beeinflusst, sondern auch durch die Kosten für Transport, Logistik und lokale Marktbedingungen.» Deshalb schwankten die Preisanpassungen von Land zu Land.

Der «Guardian» hatte zuvor deutliche Preissteigerungen bei einzelnen Ikea-Produkten bemerkt, etwa bei der Kommode «Malm» oder dem Tisch «Jokkmokk», wo nun um rund 50 Prozent höhere Preise im Katalog stehen als noch im Herbst.

Auch ein Sprecher von Ikea Deutschland bestätigte die Entwicklung und das Ausmass der Preiserhöhungen. Der Schritt betreffe «alle Sortimentsbereiche und alle Länder».

(rap)