Die UBS erhöht nun ebenfalls die Gehälter für junge Banker, Associates und Directors in den USA. Die Schweizer Grossbank folgt damit einem Trend an der Wall Street, der nach Beschwerden über Arbeitsbedingungen für junge Banker während der Pandemie losgetreten wurde und die Mitarbeiter halten soll.

Analysten im ersten Jahr verdienen nun mindestens 100’000 Dollar, was den neuen Anfangsgehältern bei Deutsche Bank, Citigroup, Barclays und JPMorgan Chase entspricht. Ihre Kollegen im zweiten Jahr verdienen 105'000 Dollar und Analysten im dritten Jahr 110'000 Dollar, so eine mit der Angelegenheit vertraute Person, die bat, nicht namentlich genannt zu werden, da die Informationen nicht öffentlich sind. 

Eine Viertelmillion für Direktoren

Die Gehaltserhöhungen für US-Mitarbeiter der Zürcher Bank treten am 1. August in Kraft, sagte die Person. Associates verdienen nach den Erhöhungen 175'000 bis 225'000 Dollar, so die Person, während Directors mindestens 275'000 Dollar mit nach Hause nehmen.

Damit reiht sich UBS unter anderen Finanzinstituten ein, wie PJ Solomon und Guggenheim-Partner, die die Anfangsgehälter ihrer Junior-Banker im ersten Jahr auf 100'000 Dollar angehoben haben. Nach Beschwerden über zu viel Arbeit soll damit der Abwanderung von jungen Mitarbeiter entgegengewirkt werden. 

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Grosses Pensum

Mary Erdoes, Chief Executive Officer des Asset- und Wealthmanagements von JPMorgan, verteidigte solch intensive Arbeitsbelastungen und sagte, um Analysten an der Wall Street angemessen auszubilden, seien diese notwendig.

«Wenn 10'000 Stunden ungefähr das sind, was man braucht, um ein beliebiges Thema zu meistern und jemand dann kommt und acht Stunden an fünf Tagen die Woche arbeitet, dauert es ungefähr fünf Jahre, bis er das Thema grundlegend beherrscht», sagte sie in einem Bloomberg TV Interview.

«An der Wall Street sind es 12 Stunden am Tag, sechs Tage die Woche. Das verkürzt die Zeit auf etwa zweieinhalb Jahre, bis man etwas beherrscht.»

(bloomberg/mbü)