Die grössten Pharmafirmen weltweit»: In der jährlichen Aufbereitung der Consulting-Firma EY hat Roche nun Pfizer überholt. Die Pharmadivision der Basler setzte im letzten Jahr einen Tick mehr um als der US-Konzern, der seit 1999 der Platzhirsch gewesen war.

Auf den Plätzen dahinter folgen Johnson & Johnson, Merck sowie – auf Rang 5 – Novartis

EY erfasst jeweils Verschiebungen unter den 20 grössten börsenkotierten Pharmakonzernen der Welt – ausgewiesen in Euro. Und so muss man eingestehen, dass Währungszufälle auch eine gewisse Rolle spielen bei der Rangierung; würde man das Ganze zu aktuellen Dollarkursen ausdrücken, so wäre Pfizer (51,7 Milliarden) noch einen Tick vor Roche (51,2 Milliarden).

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Wie auch immer: Der Zuwachs der Basler fiel letztes Jahr etwas deutlicher aus. Das ist bemerkenswert, da bei den wichtigen Krebsmedikamenten Avastin, Rituxan und Herceptin teilweise der Patentschutz wegfiel. Dies dürfte sich auch im laufenden Jahr 2020 negativ auf die Verkäufe auswirken.

Allerdings: Auf der anderen Seite verliert Pfizer in diesem Jahr den Patentschutz für seinen Blockbuster Viagra – die Chance ist also beträchtlich, dass Roche dann doch auch in Dollar oder Franken die definitive Nummer eins wird.

F&E, Rang 1: Roche

Insgesamt zeigt die Erhebung, dass 2019 ein sehr gutes Jahr war für Big Pharma: Die Umsätze der Branchenriesen stiegen – zu konstanten Wechselkursen – um knapp 8 Prozent. Deutlich war auch der Anstieg der F&E-Ausgaben: ein Plus von knapp 10 Prozent.

Dabei gelangte Roche mit Investitionen von gut 9 Milliarden Euro auch hier auf den Spitzenplatz des forschungs-intensivsten Pharmakonzerns

Ebit, Rang 1: Roche

Ein Wachwechsel fand schliesslich auch auf der Gewinnseite statt: Beim Ebit steht Roche jetzt ebenfalls auf Rang 1 in der EY-Liste. Hier überholte der Konzern von der Basler Grenzacherstrasse Johnson & Johnson (unter anderem dank einer gesteigerten Ebit-Marge von 34 Prozent).

Ganz allgemein legte der Ebit der Pharmariesen letztes Jahr – nach einer Wachstumsdelle 2018 – wieder zu: plus 7,4 Prozent (zu konstanten Wechselkursen).

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(rap)

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