Die nächste Episode im Kapselkrieg der Nestlé-Kaffeetochter Nespresso im Kampf gegen kompatible Kaffee-Kapseln. Nespresso hat laut Bericht von «Blick Online» eine neue Eingabe beim Handelsgericht in St. Gallen gemacht.

Der Vorwurf: Denner sei in der Form der eigenen zu ähnlich und verstosse dabei gegen eine eingetragene Marke. Streitpunkt ist, ob eben jene Form technisch vorgegeben ist, damit ein System überhaupt funktioniert. Falls dem so sei, wäre ein Patentschutz gar nicht möglich.

Allerdings beweise die neue Migros-Kapsel mit dem Namen «Café Royal», dass bei der Formgebung durchaus Spielraum bestehe. Damit will Nespresso offensichtlich beweisen, dass ausgerechnet die Migros-Tochter Denner rechtswidrig handle. Zudem erkläre laut Bericht die Eingabe, weshalb Nespresso bis jetzt nicht auch gegen die Migros-Kapsel vorgegangen sei.

In anderen Fällen reagierten die Westschweizer schnell: Der Coop-Tochter Fust flatterte bereits drei Tage nach dem Verkaufsstart einer Kaffee-Kapsel ein Verkaufsverbot ins Haus.

Ein Entscheid in St. Gallen sei laut «Blick Online» nicht vor Herbst zu erwarten.

(vst/laf)