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Kapselkrieg: Nestlé unterliegt in Deutschland

Kaffee aus Nespresso-Maschinen ist immer wieder Gegenstand von juristischen Auseinandersetzungen. (Bild: Keystone)

Niederlage für die Nestlé-Tochter Nestec vor dem Landgericht Düsseldorf: Ein Fremdhersteller darf auf seinen Kaffeekapseln weiterhin darauf hinweisen, dass diese für das Nespresso-System geeignet sind

Veröffentlicht am 16.08.2012

Niederlage für Nestlé: Die nachgemachten Kaffeekapseln für Nespresso-Maschinen dürfen in Deutschland weiter uneingeschränkt verkauft werden. Dies entschied das Landgericht Düsseldorf.

Die Inhaberin der Patente an Nespresso-Kaffeemaschinen, die Nestlé-Tochter Nestec, musste damit in erster Instanz eine Niederlage hinnehmen. Nestec hatte versucht, den Verkauf der ohne entsprechende Lizenz hergestellten Kaffeekapseln durch Eilanträge gegen zwei andere Schweizer Firmen zu verhindern.

Nestec wollte unterbinden, dass die beiden Schweizer Fremdhersteller Kaffekapseln mit dem Zusatz «geeignet für Nespresso-Maschinen» verkaufen. Nach Auffassung des Gerichts dürfen Käufer einer Nespresso-Maschine jedoch erwarten, dass sie die Maschine nicht nur mit den mitgelieferten Original-Kapseln benutzen können.

Da der Käufer durch den Erwerb der patentgeschützten Nespresso-Maschine berechtigt sei, diese bestimmungsgemäss zu gebrauchen, liege keine Patentverletzung vor, wenn der Käufer Kapseln von anderen Herstellern nutze. Die Kaffeekapsel sei zwar für die Inbetriebnahme der patentgeschützten Nespresso-Maschine unerlässlich, jedoch nicht deren funktionales «Herzstück». Nestec kann gegen die Urteile Berufung einlegen.

(jev/vst/sda)

 

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