Es sei zunehmend schwierig, bahnbrechende Innovationen zu entwickeln, sagte Firmenchef Paul Hudson, der erst im September vom Schweizer Novartis-Konzern zu Sanofi gewechselt war. Der Konzern müsse aber effizient sein und seine Möglichkeiten in Erfolg versprechenden Bereichen einsetzen.

«So schwierig dieser Entscheid auch ist, wir fällen ihn», sagte Hudson. Sanofi hat den Markt für Insulin fast zwei Jahrzehnte lang dominiert. Das Auslaufen von Patenten führte jedoch zu schrumpfenden Umsätzen, die das Unternehmen belasten.

Sanofi verstärkt daher sein Geschäft mit Krebsmedikamenten. Die Franzosen kaufen für rund 2,5 Milliarden Dollar das kalifornische Biotechunternehmen Synthorx, wie Sanofi erst am Montagmorgen bekanntgab. Firmenchef Hudson will Investoren am Dienstag weiter über seine strategischen Pläne informieren.

Bis 2022 sollen zwei Milliarden Euro eingespart werden. Der bisher auf fünf Säulen aufgebaute Konzern soll künftig aus drei Bereichen bestehen. Das Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten (OTC) soll als eigenständiger Bereich gelten.

(sda/tdr)