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Abschied
KPMG Schweiz geht bei der Fifa von Bord

Fifa: KPMG Schweiz will nicht mehr Geschäftspartner sein. Keystone

KPMG Schweiz streicht die Fifa von der Kundenliste. Diese «begrüsst» den Entscheid der Buchprüfer: Damit erhalte sie Gelegenheit, mit einer neuen Firma zusammenzuarbeiten, so die Fifa.

Von Marc Bürgi
am 13.06.2016

Die Fifa muss sich eine neue Buchprüfungsgesellschaft suchen: KPMG Schweiz verzichtet per sofort auf den Weltfussballverband als Kunden. Eine Begründung liefert die Firma in ihrer Mitteilung nicht – weil sie immer noch rechtliche Verpflichtungen gegenüber der Fifa hat, könne sie keine weitere Stellungnahme liefern.

Die Fifa nimmt den Entscheid sportlich: Sie «begrüsse» den Entscheid des langjährigen Geschäftspartners. «Es gibt der Organisation die Chance, mit einer neuen Prüfgesellschaft zusammenzuarbeiten.» Den Namen des neuen Partners will die Fifa bereits in Kürze bekanntgegeben. Wegen des Korruptionsskandals müssten ihre Bücher eingehend durchleuchtet werden, so die Fifa.

Finanzchef musste gehen

Mit dem Entscheid von KPMG verstärkt sich die Unruhe bei der Fifa zusätzlich: Der neue Chef Gianni Infantino ist bereits schwer angeschlagen wegen Kontroversen um seinen Lohn sowie eines Streits mit dem Ex-Chefaufseher der Fifa. Zudem musste unlängst Finanzchef Markus Kattner wegen schweren Anschuldigungen die Organisation verlassen. Die Fifa will bald einen Nachfolger ernennen – zusammen mit einem Chief Compliance Officer.

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