Der Wechsel von Natural zu Agility Schweiz hat für die Kunden scheinbar keine Auswirkungen gehabt: Die Ansprechpartner haben kaum geändert, die persönlichen Bindungen sind geblieben und der Kunde steht nach wie vor im Zentrum des Interesses. Gerade für KMU ist dies ein wichtiger Sachverhalt. Dass alles so glatt läuft wie immer, erwarten die Kunden - nicht anders. Die wesentlichen Änderungen haben sich intern ergeben. Von den optimierten Abläufen profitiert der Kunde erst, wenn er plötzlich vor neuen logistischen Herausforderungen steht, die das globale Logistiknetzwerk von Agility ganz anders bedienen kann.

Natural war zwar vorher bereits global aufgestellt und arbeitete dabei mit Agenten und Subunternehmern zusammen. Doch je weiter die Expansion, desto schwieriger wurde es, zuverlässige Partner zu finden. Die Finanzkrise tat ein Übriges dazu: Wird es den aktuellen Partner auch morgen noch geben? Hier zeigt sich die Stärke der Integration von Natural in Agility: Das eigene globale Netzwerk bringt Stabilität, und man kann sich wieder vollkommen auf den Kunden konzentrieren. Ihn wiederum interessiert erst in zweiter Linie, wie sein Logistiker die Globalisierung meistert. Doch schlussendlich schätzen es Grosskonzerne wie auch KMU, wenn sie, gerade bei der Entwicklung neuer Märkte, auf einen Ansprechpartner zählen können und alle Services aus einer Hand erhalten.

Verlagerung Richtung Asien

Schweizer Unternehmen, darunter auch viele KMU, sind traditionell exportorientiert. Die Zielmärkte der Exporteure und damit auch die Logistikinfrastrukturen haben sich in den letzten 20 Jahren von den westeuropäischen Volkswirtschaften in Richtung Osteuropa und Asien verlagert. Um umfassende Dienstleistungen wie Supply Chain Management Services anbieten zu können, bedarf es umfassender Kenntnisse der Zielmärkte und derer rechtlichen Bestimmungen, um erfolgreich mit Behörden umgehen und beispielsweise die Zollformalitäten reibungslos abwickeln zu können. Die Kenntnis von Kultur, Landessprache und Mentalität kann hier matchentscheidend sein.

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Es gibt viele Fettnäpfchen, in die man treten kann und die den geschäftlichen Erfolg verzögern oder gar verhindern. Daher braucht der Logistiker, wenn er seine Kunden wirkungsvoll unterstützen will, einheimische Mitarbeiter, die neben den genannten Kenntnissen auch ihr eigenes Netzwerk mitbringen. Besonders Schweizer KMU schätzen es, wenn ihnen auch im Ausland ein Schweizer Ansprechpartner zur Verfügung steht.

Der Aufbau neuer Märkte durch expandierende Unternehmen erfolgt meist mit Hilfe bestehender und eigener Netzwerke, zu denen auch Logistikdienstleister gehören, insbesondere dann, wenn sie zusammen mit dem Kunden in die neuen Märkte investieren. Logistiker wie Agility sind auch zu eigenen Investitionen in Infrastrukturen und Assets bereit, um ihre Kunden bei ihrer Expansion zu unterstützen. Dies erfordert neben finanzieller Leistungsfähigkeit und Stabilität auch ein sehr enges, persönliches Vertrauensverhältnis zum Kunden. Ein Mittelständler wie Natural hätte die von Agility getätigten Infrastrukturinvestitionen beispielsweise in Schwellenländern nicht allein realisieren können.

Massgeschneiderte Konzepte

Mit der Änderung der Märkte ändern sich auch die Bedürfnisse der Unternehmen an ihre Lieferkette. So wird zum Beispiel kaum noch auf Lager produziert, weil das zu viel dringend benötigtes Kapital bindet. Aufgrund der Flexibilisierung der Produktion, nämlich nur noch das herzustellen, was sich auch unmittelbar absetzen lässt, müssen auch Logistikdienstleister flexibler mit den Warenströmen umgehen: Der reine Transport von A nach B reicht hier nicht mehr aus. Stattdessen sind Lösungen gefragt, die auf die Wertschöpfungskette des Kunden zugeschnitten sind und auch die Wachstumspläne des Kunden berücksichtigen.

Schweizer KMU produzieren heute schon viel im Ausland. Damit zeichnet sich ein deutlicher Trend im Logistikmarkt ab: Neben der reinen Transportdienstleistung sind Extra-Services gefragt, beispielsweise Beratungsleistungen bezüglich des Steuerrechts in der EU. Aufgrund der langjährigen Erfahrung kann Agility ihren Kunden hier ein umfassendes Lösungsportfolio anbieten. Dies erwarten expandierende Unternehmen heute von ihrem Logistiker. Darüber hinaus bieten global agierende Logistikdienstleister wie Agility integrierte Supply-Chain-Lösungen für Kunden verschiedenster Grössen aus den unterschiedlichsten Branchen an, dazu Warehousing, Strassen-, See- und Luftfrachtdienstleistungen aus einer Hand. Die Wahl des geeigneten Transportweges kann so dynamisch erfolgen und sich sowohl den zu transportierenden Gütern als auch sich verändernden Märkten flexibel anpassen.

Konzentration auf Kerngeschäft

Viele Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit in fremden Ländern ausbauen, nehmen komplette Logistikdienstleistungen in Anspruch, um sich so auf den Aufbau ihres Kerngeschäftes konzentrieren zu können. Ein grosser Teil der Logistikindustrie arbeitet dazu mit Asset-Light- oder Asset-Appropriate-Modellen, welche eine Anpassungsfähigkeit an temporäre Schwankungen im Transportaufkommen relativ rasch erlauben. Unternehmen können von den Erfahrungen der Logistiker profitieren, da diese nicht nur den Aufbau und Unterhalt kompletter Warenverteilzentren übernehmen, sondern auch Just-in-Time-Konzepte entwickeln, um die Versorgung ihrer Kunden mit allen produktionsrelevanten Gütern sicherzustellen.

Der Schweizer Velohersteller BMC (heute unter dem Dach der ISH Holding) arbeitet seit 2002 mit Agility Schweiz (damals noch Natural) für die Lagerung und Verteilung seiner Velos im Schweizer Markt zusammen. BMC erkannte die neuen Möglichkeiten einer modernen Logistik und entwickelte zusammen mit Agility das Konzept eines zentralen Lagers in Taiwan. Dort werden von BMC gefertigte Velos und Rahmen an das von Agility betriebene Lager geliefert und verwaltet. Von diesem Lager aus erfolgt dann die Feinverteilung an die Grosshändler in der ganzen Welt. Der Erfolg dieses Projektes hat BMC veranlasst, Agility nun auch mit einem EU-Lager für die Versorgung des französischen Marktes zu beauftragen.

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