Swiss-Mutter Lufthansa kämpft mit den Folgen der Pandemie für die Luftfahrt. Die Fluggesellschaft könnte deshalb bereits in diesem Sommer den Verkauf ihrer Kreditkarten-Tochter Airplus in Angriff nehmen, berichtet die Agentur «Reuters» unter Berufung auf Insider.

Sobald sich die Flugbuchungen erholten, solle der Finanzdienstleister zum Verkauf gestellt werden, so «Reuters» weiter. Dies könnte nach einem Ende der Lockdowns in vielen Ländern im dritten Quartal der Fall sein.

Fast 50'000 Firmenkunden

Die Verkaufsgerüchte kommen angesichts der Situation der Lufthansa nicht überraschend. «Verkäufe von Nicht-Airline-Gesellschaften wie Airplus werden geprüft und bewertet», hiess es im Lufthansa-Geschäftsbericht 2020.

Airplus beschäftigt 1300 Mitarbeiter und hat weltweit knapp 50’000 Firmenkunden. Im Corona-Jahr 2020 macht die Firma mit Ableger in der Schweiz einen Betriebsverlust von 146 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 2 Millionen im Jahr davor.  

Airplus leidet in der Pandemie unter dem Einbruch der Geschäftsreisen. Auch die Lufthansa rechnet nicht mit einer schnellen Erholung des Sektors. Der Konzert verliere derzeit rund 10 Millionen Euro pro Tag, schreibt das Fachportal «Abouttravel».

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(gku)