Die Fusion von Holcim und Lafarge dürfte für die künftige Konzernspitze lukrativ sein: Die Co-Verwaltungsratspräsidenten Wolfgang Reitzle und Bruno Lafont sollen nach der Fusion von Holcim und Lafarge mehr Lohn erhalten.

Für ihre Funktion als Vorsitzende sollen sie je mit 1,75 Millionen Franken honoriert werden, wie der Einladung zur Generalversammlung zu entnehmen ist.

Für Reitzle bedeutet das einen Lohnsprung von 43 Prozent, wie die «SonntagsZeitung» in ihrer jüngsten Ausgabe ausgerechnet hat. Holcim begründet die Erhöhung mit der grösseren Komplexität des Konzerns nach dem Zusammenschluss und der mit der Integration der beiden Firmen verbundenen Mehrarbeit.

Mehr Vergütung für grösseren Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat beantragt den Aktionären an der ausserordentlichen Generalversammlung am Freitag 6,95 Millionen Franken als maximale Vergütung für den gesamten Verwaltungsrat. Das entspricht einer Zunahme von 2,6 Millionen Franken gegenüber heute.

Die Zunahme um mehr als die Hälfte ist laut Holcim auch darauf zurückzuführen, dass der Verwaltungsrat im Zuge der Fusion vergrössert wird. Er wird neu 14 statt wie bisher neun Mitglieder haben. Anders als die Honorare der Co-Präsidenten bleiben die Vergütungen der restlichen Verwaltungsräte unverändert.

Für die Geschäftsleitung beantragt der Verwaltungsrat den Aktionären eine maximale Gesamtvergütung von 40,5 Millionen Franken.

(sda/ccr)