Der Solarzulieferer Meyer Burger verkauft sein Wafer Anlagen- und Servicegeschäft für 50 Millionen Franken in bar. Mit dem Verkauf wechseln 100 Mitarbeitende, die im Bereich Wafertechnologie in Thun an den relevanten Servicestandorten weltweit tätig sind, zum Käufer Precision Surfacing Solutions (PSS).

Die Mitarbeitenden würden zusammen mit wesentlichen Teilen der Produktionsanlagen von Meyer Burger in Thun zu PSS übergehen, teilte die Gesellschaft am Donnerstag mit. Wafer sind sehr dünne Siliziumscheiben, die die Grundlage der Stromerzeugung von Solarzellen bilden.

Produktion bleibt in China

PSS beabsichtigt gemäss Mitteilung, das Know-how der lokalen Belegschaft von Meyer Burger zu nutzen und die Produktentwicklung sowie die Fertigungsaktivitäten für Nicht-PV-Waferanlagen und -prozesse in Thun fortzusetzen. Hierzu wurde mit Meyer Burger ein langfristiger Mietvertrag abgeschlossen. Die Produktionsaktivitäten für Photovoltaik-Wafer bleiben in China.

Der Verkauf soll voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2019 vollzogen sein. Der Preis von 50 Millionen entspricht etwa dem Jahresumsatz veräusserten Geschäfts.

US-Firma mit 13 Produktionsstätten

Die amerikanische PSS ist gemäss den Angaben einer der Marktführer für Präzisions-Oberflächenbearbeitung in Mikrometergenauigkeit. Unter ihrem Dach befinden sich Marken wie Lapmaster, Peter Wolters, ELB, Micron, Aba, REFORM, Barnes und Kehren. Das Unternehmen beschäftigt 900 Mitarbeitende in 13 Produktionsstäten auf drei Kontinenten.

(awp/gku/mlo)

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