Die Pizza-Kette Molino steht zum Verkauf. Die 20 Restaurants sind bereits mehreren Gastronomen zur Übernahme angeboten worden, wie zuverlässige Quellen der «Handelszeitung» bestätigen. Das Gastro-Unternehmen will das nicht kommentieren. Mittlerweile ist aber die Migros mit Molino über eine mögliche Übernahme im Gespräch, wie die Genossenschaft Migros Zürich bestätigt.

Molino hat eine illustre Mutter. Die Kette ist Teil der Investmentgesellschaft Athris. Diese wird von Georg von Opel kontrolliert, dem Spross der gleichnamigen Autodynastie. Von Opel präsidiert auch den Verwaltungsrat von Molino.

Mutterkonzern entstand aus der Jelmoli-Aufspaltung

Athris entstand 2009 aus der Aufspaltung der Jelmoli-Gruppe in eine Immobilienfirma und eine Beteiligungsunternehmen. 2010 hatte von Opel Athris von der Börse genommen. Bald darauf verkaufte er die zu Athris gehörenden Seiler Hotels in Zermatt – erst die Immobilien, danach die Betreibergesellschaft.

Auch bei Molino will von Opel in zwei Schritten verkaufen. Laut Kennern verlangt er für die Betreibergesellschaft 65 Millionen Franken. Der hohe Preis sei auch ein Grund, weshalb Molino noch keinen Käufer gefunden habe, sagen Gastro-Experten.

Zu Molino gehören 18 Pizzerias in der ganzen Schweiz, sowie die Restaurants «Le Lacustre» in Genf und das «Frascati» in Zürich.

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