Der Elektroauto-Hersteller Tesla baut seine Riesen-Akkufabrik in Nevada. Im Rennen um das Milliarden-Projekt setzte sich der US-Bundesstaat mit gerade einmal 2,7 Millionen Einwohnern - weniger als Berlin - gegen Wirtschaftszentren wie Kalifornien und Texas sowie Arizona und New Mexico durch. Tesla-Chef Elon Musk sagte am Donnerstag, Nevada habe zwar nicht das grösste Finanzpaket geboten. Man habe sich vielmehr für den Staat entschieden, weil dieser «schnell handele» und «Dinge geschafft bekommt». Die Regierung von Nevada erklärte, Tesla werde für die sogenannte «Gigafactory» Steuernachlässe und Abschläge von mehr als einer Milliarde Dollar über 20 Jahre erhalten.

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Werk für fünf Milliarden Dollar

Das Werk soll fünf Milliarden Dollar kosten und in einem Industriepark in Storey County etwa 24 Kilometer östlich von Reno entstehen. Der Landkreis hat 4'000 Einwohner. Tesla will die Fabrik für Hochleistungs-Akkus 2017 eröffnen und hat dazu Panasonic mit an Bord geholt. Musk hatte im Juli Investoren erklärt, 40 bis 50 Prozent der Kosten werde Tesla und 30 bis 40 Prozent würden die Japaner übernehmen. Auf den Bundesstaat, wo die Fabrik ihren Sitz habe, kämen zehn Prozent und auf «andere Industriepartner» zehn bis 20 Prozent zu.

60'000 Fahrzeuge in 2015

Tesla peilt die Fertigung von mehr als 60.000 Fahrzeugen im kommenden Jahr an und baut dazu sein Werk in Fremont in Kalifornien aus. Der Bundesstaat grenzt an Nevada. Am Donnerstag bestätigte Musk die Pläne des Unternehmens, in drei Jahren das für die breite Bevölkerung entworfene Elektroauto Model 3 für 35'000 Dollar auf den Markt zu bringen.

(reuters/ccr)