Diese Woche lancierte das deutsch-österreichische Payment-Unternehmen Bluecode eine «Mobile Wallet Cooperation» fürs Bezahlen mit dem Handy, zu dem nicht nur sechs weitere europäische Bezahldienste, sondern auch der chinesische Payment-Riese Alipay gehört. Man «bündle die Kräfte» um plane ein «einheitliches QR-Code-Format für mobiles bezahlen zu lancieren». Das Ziel ist nicht weniger als eine Alternative zu den Payment-Systemen von Samsung, Apple und Google.

Doch ein Name fehlt in der Ankündigung: Twint. Die Bezahl-App der Schweizer Banken ist nicht teil der europäischen Bezahl-Allianz, wie Twint-Sprecher Victor Schmid auf Anfrage der «Handelszeitung» bestätigt. Man habe sich dagegen entschieden.

Twint will sich auf die Schweiz konzentrieren

Twint sei angefragt worden, Teil der Allianz zu sein, sagt Weber. «Da wir uns gegenwärtig mit allen Mitteln auf den Aufbau des Schweizer Marktes konzentrieren, haben wir eine Mitwirkung vorderhand ausgesetzt, wollen eine solche zu einem späteren Zeitpunkt jedoch nicht ausschliessen.»

Das Vorgehen erstaunt, denn Twint hatte einst bereits angekündigt, eine Kooperation mit Alipay aufgleisen zu wollen. Man wolle «kompatibel mit Alipay» werden, sagte ein Sprecher der Twint-Aktionärin SIX Group im Sommer 2017 gegenüber der «Handelszeitung». Zwischen Alipay und SIX hätten damals bereits Gespräche stattgefunden. Heute äussert sich die SIX nicht mehr zur Sache, da man «operativ keinen Einfluss» mehr auf Twint habe.

Zur neuen Payment-Allianz gehören nebst Bluewcode und Alipay  auch Momo Pocket aus Spanien, Pagaqui aus Portugal, Vipps aus Norwegen sowie ePassi und Pivo aus Finnland.

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