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Mobilfunk
Norwegen erwägt Ausschluss von Huawei vom 5G-Netz

KRAKOW, POLAND - 2018/12/18: Huawei logo and China flag is seen on an android mobile phone. (Photo by Omar Marques/SOPA Images/LightRocket via Getty Images)
Huawei: Dem chinesischen Konzern werden enge Verbindungen zum chinesischen Staat nachgesagt.Quelle: © 2018 SOPA Images

Huawei stösst in einem weiteren Land als 5G-Mobilfunk-Anbieter auf Widerstand: Norwegen prüft den Ausschluss des Konzerns von seinem Netz.

Veröffentlicht am 10.01.2019

Die Regierung in Norwegen prüft den Ausschluss des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei vom Aufbau der für den neuen Mobilfunkstandard 5G notwendigen Infrastruktur. Norwegen teile die gleichen Bedenken wie die USA und Grossbritannien, sagte Justizminister Tor Mikkel Wara im Gespräch mit Reuters.

Es würden konkrete Schritte erwogen. US-Geheimdienste werfen Huawei vor, Verbindungen zur Regierung in Peking zu pflegen und vermuten, Ausrüstung oder Handys könnten für Spione eine Hintertür enthalten, um an Staats- oder Firmengeheimnisse zu gelangen. Deswegen haben bereits Australien und Neuseeland das Unternehmen vom 5G-Ausbau ausgeschlossen.

Huawei hat mehrere Grosskunden in Norwegen

Bisher pflegt Huawei enge Beziehungen mit den Telekomfirmen in Norwegen. So arbeitet der vom Staat kontrollierte Telenor-Konzern seit zehn Jahren mit den Chinesen zusammen. Dies öffnete dem Nokia- und Ericsson-Konkurrenten viele Türen in Europa. Auch der Wettbewerber Telia setzt aktuell Huawei-Ausrüstung in seinem 4G-Netz ein.

Huawei weist jegliche Spionagevorwürfe und Einflussnahme seitens der Regierung in Peking zurück. Der Sicherheitsbeauftragte von Huawei Norwegen, Tore Orderloekken, versicherte, die Produkte seien sicher. Sein Unternehmen werde weiterhin offen und transparent agieren sowie umfassende Tests der Ausrüstung anbieten.

Der Sprecher des chinesischen Aussenministeriums, Lu Kang, sagte am Donnerstag, die Regierung halte alle chinesischen Unternehmen an, sich an die Gesetze der Länder zu halten, in denen sie operierten.

(reuters/mbü)

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