Der Technologiekonzern Oerlikon hat wie im November ankündigt 2015 mit einem Verlust abgeschlossen. Dafür verantwortlich sind vor allem Abschreibungen und Kosten für den Konzernumbau. Erneuert wird auch die Konzernspitze.

Bereits das vergangene Jahr war dabei vom Umbau des Konzerns geprägt. Vor allem wegen Abschreibungen im Zusammenhang mit der Kauf von Metco und den eingeleiteten Restrukturierungsmassnahmen schrieb das Unternehmen bei einem leicht tieferen Umsatz von 2,5 Milliarden Franken einen Verlust von 418 Millionen Franken.

Roland Fischer soll Strategieumsetzung beschleunigen

Beim Technologieunternehmen kommt es überraschend zu einem Chefwechsel. Per sofort übernimmt Roland Fischer das Steuer, der frühere CEO Brice Koch verlässt das Unternehmen. Fischer solle die Strategieumsetzung beschleunigen, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.

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Mit Fischer werde ein «ausgewiesener Industriefachmann mit umfassender Expertise in den Schlüsselindustrien und -märkten» zur Umsetzung der Strategie beauftragt, teilt das Unternehmen weiter mit. Oerlikon will sich als der weltweit führende Anbieter für Oberflächenlösungen und moderne Werkstoffe etablieren.

«Breite Erfahrung im Ingenieurwesen»

Fischer war zuletzt CEO der «Power and Gas»-Division von Siemens. «Roland Fischer verfügt über breite Erfahrung im Ingenieurwesen und in der operativen Führung und hat einen beeindruckenden Leistungsausweis im Aufbau und Wachstum von Geschäften.»

«Seine starken Führungseigenschaften und umfangreiche Erfahrung in der Luft- und Raumfahrt sowie in den Energiemärkten werden für Oerlikon bei der Umsetzung der Strategie von grossem Wert sein», schreibt Oerlikon weiter. «Der Verwaltungsrat ist überzeugt, dass Fischer die besten Voraussetzungen mitbringt, um Oerlikon in die wichtige nächste Entwicklungsphase zu führen», wird VR-Präsident Michael Süss zitiert.

Veränderungen im Verwaltungsrat

Neben der neuen CEO-Besetzung soll es auch Veränderungen im Verwaltungsrat geben. Gerhard Pegam, Michael Süss und Hans Ziegler werden zur Wiederwahl vorgeschlagen, Mary Gresens, Mikhail Lifshitz und Johan van de Steen haben entschieden, sich nicht mehr zur Wiederwahl zu stellen.

(awp/gku)