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Versicherung
Online-Broker Knip kämpft mit flauen Zahlen

Knip-Chef Dennis Just: Die Downloadzahlen ihrer App sind bescheiden. Knip.de

Das hochgelobte Schweizer Startup Knip hat derzeit zu beissen: Die jüngsten Download-Zahlen im wichtigsten Markt Deutschland sind schwach. Gleichzeitig buhlt das Insurtech um neue Kapitalgeber.

Von Heinz-Roger Dohms
am 03.05.2017

Der Online-Versicherungsbroker Knip steckt in Schwierigkeiten, wie die «Handelszeitung» in ihrer neusten Ausgabe schreibt. Die jüngsten Download-Zahlen ihrer Handy-Applikation fallen im wichtigsten Markt Deutschland bescheiden aus.  Im letzten Monat luden 396 Menschen die Knip-App über Apple herunter. Beim Betriebssystem Android waren es gar nur 22. Dies geht aus Nutzungszahlen von Priori Data hervor. Der deutsche Hauptkonkurrent von Knip, das Frankfurter Fintech Clark, verzeichnete im gleichen Zeitraum gemäss Priori Data kumuliert rund 64'000 Downloads – also rund 150-mal so viele.

Die schlechten Download-Zahlen kommen für das einst hochgelobte Schweizer Insurtech zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Nach Recherchen der «Handelszeitung» kämpft Knip schon seit Wochen um eine neue Finanzierung, nachdem Knip-Chef Dennis Just im letzten Sommer erklärte, sein Unternehmen sei bis zum ersten Quartal 2017 durchfinanziert. Nun räumt Just ein, man liege «hinter dem eigenen Zeitplan». Allerdings betont er: «Wir haben einen Vorvertrag zur Finanzierung vor zwei Wochen unterschrieben und sind gerade im rechtlichen Closing.»

Herkunft unklar

Wer frisches Kapital in das Schweizer Startup einschiessen wird und wann, will Just nicht sagen.  Interna zu vergangenen und zukünftigen Finanzierungsrunden unterlägen der vertraglichen Verschwiegenheit. Man sei mit dem aktuellen Finanzierungs- und Geschäftsverlauf jedoch «sehr zufrieden», so der Knip-Mitgründer Just.

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