Die Partners Group hat 2018 erneut einen soliden Neugeldzufluss verzeichnet. Insgesamt erhielt der Vermögensverwalter von seinen Kunden Zahlungszusagen in Höhe von 13,3 Milliarden Euro und damit gleich viel wie im Vorjahr. Die eigene Zielsetzung von 11 bis 14 Milliarden wurde damit erreicht.

Per Ende Jahr verwaltete die Gesellschaft Vermögen (Assets under Management, AuM) von 72,8 Milliarden nach 67,1 Milliarden per Mitte 2018 bzw. 61,9 Milliarden per Ende 2017, wie die Gesellschaft am Dienstag mitteilte.

Die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro um fünf Prozent im Gesamtjahr wirkte sich den Angaben zufolge positiv auf das verwaltete Vermögen in Euro aus, da 36 Prozent davon in US-Dollar denominiert ist. Insgesamt betrugen die Fremdwährungseffekte +1,1 Milliarden Euro, während die Wertsteigerung und Investitionsentwicklung einen positiven Beitrag in Höhe von 1,3 Milliarden beisteuerten.

Über den Markterwartungen

Daneben wurden sogenannte Tail-Down Effekte von reiferen Privatmarktprogrammen sowie Kapitalrückflüsse aus liquiden und semi-liquiden Programmen in Höhe von insgesamt 4,8 Milliarden wirksam. Bei Partners Group ist der Grossteil der Produkte darauf ausgelegt, dass Investoren zehn bis zwölf Jahre fest investiert bleiben. Wenn ein Privatmarktprogramm ausläuft, reduzieren sich die verwalteten Vermögen schrittweise, was als Tail-Down-Effekt bezeichnet wird.

Mit den ausgewiesenen Angaben lag Partners Group über den Markterwartungen. Analysten hatten im Durchschnitt mit verwalteten Vermögen von 69,6 Milliarden und Neugeldern im Umfang von 12,7 Milliarden Euro gerechnet.

Investitionen von rund 20 Milliarden Dollar

Insgesamt tätigte Partners Group Investitionen in Höhe von 19,3 Milliarden Dollar. Dabei hätten die Teams über 2'800 potenzielle Direktinvestitionen in sämtlichen Anlageklassen analysiert, davon aber nur 78 umgesetzt, hiess es weiter.

Für das laufende Geschäftsjahr 2019 rechnet die Gruppe mit einem weiteren Neugeldzufluss und geht von Kapitalzusagen von brutto 13 Milliarden bis 16 Milliarden Euro aus. Zudem kalkuliert es mit Tail-Down-Effekten aus reiferen Programmen sowie möglichen Kapitalabflüssen in Höhe von 6,5 Milliarden bis 7,5 Milliarden. Die höheren erwarteten Tail-Down-Effekte im Jahr 2019 seien auf grössere Investitionsprogramme zurückzuführen, die das Ende ihrer Laufzeit erreichen werden, so Partners Group weiter.

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(awp/tdr)