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Möbelhändler
Pfister scheut Markteintritt von XXXLutz nicht

Filiale von Möbel Pfister
Eine Filiale von Möbel Pfister: Der Schweizer Möbelhändler erhält Konkurrenz von XXXLutz. Quelle: Keystone

Der Möbelhändler verzeichne wegen dem Einkaufstourismus Umsatzrückgänge, sagt VR-Präsident Obrecht. Trotzdem sei der Gewinn gestiegen.

Veröffentlicht am 25.02.2018

Möbel Pfister scheut nicht den Markteintritt der österreichischen Billigkette XXXLutz und dies in einem umkämpften Markt, der von hohem Preisdruck geprägt ist. Dies sagt Rudolf Obrecht, Verwaltungsratspräsident von Möbel Pfister, im Interview mit «Matin Dimanche».

XXXLutz wird seine erste Filiale ausgerechnet im aargauischen Rothrist eröffnen, dort, wo auch Pfister ein Möbelhaus betreibt. «Dort wird sich der Möbelhandel auf kleinstem Raum konzentrieren, was den Kunden die Möglichkeit eröffnet, Angebote zu vergleichen», sagt Obrecht.

Zudem übernimmt bei XXXLutz Meinrad Fleischmann die Co-Landesleitung für die Schweiz, wie im letzten Oktober bekannt wurde. Bei Pfister ist Fleischmann kein Unbekannter: Bis 2015 war der dort mehrere Jahre lang Chef.

Umsatz geschrumpft

Laut dem Pfister-Präsidenten erwirtschaftet der Möbelmarkt schweizweit vier Milliarden Franken. Allein im letzten Jahr ist der Markt um um 1,7 Prozent geschrumpft und in den vergangenen Jahren gingen rund eine Milliarde Umsatz verloren - nicht zuletzt wegen des starken Frankens.

Auch die industrielle Möbelproduktion ist zurückgegangen. Obrecht zeigt anhand der Zahlen des Branchenverbandes Möbelschweiz, dass heute noch 50 bis 60 Firmen in der Schweiz Möbel herstellen, im Vergleich zu 90 Mitte des letzten Jahrhunderts.

Auch Pfister verzeichne rückläufige Umsätze, dies vor allem wegen des Einkaufstourismus. Doch der aargauische Möbelhändler steigere dennoch seine Gewinne. Obrecht belegt dies jedoch nicht mit Zahlen.

Den Umsatzrückgang versucht Pfister mit dem Ausbau seines Onlinekanals aufzufangen. Derzeit erwirtschaftet der Möbelhändler zwischen fünf und sechs Prozent seines Umsatzes im Internet. Laut Obrecht informieren sich darüber hinaus 70 Prozent der Pfister-Kundinnen und -Kunden auf der Homepage über das Angebot, bevor sie dann im Laden einkaufen gehen.

(sda/tdr)

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