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Power to the Bauer: Farmy.ch mit neuem Investor

Farmy.ch nimmt Fahrt auf: Pistor geht Minderheitsbeteiligung am Online-Hofladen ein. Kevin Cathers

Farmy.ch und Pistor wollen Online und Offline mischen. Wer Lebensmittel online vom Bauernhof bestellt, soll sie in Schweizer Bäckereien abholen können.

Von Andreas Güntert
am 29.06.2016

Fleisch, Milch, Obst, Gemüse und Brot direkt vom Bauernhof zum Konsumenten: Mit diesem Modell ist Farmy.ch seit 2014 erfolgreich am Markt. Jetzt strebt das Zürcher Online-Start-up eine stärkere Vernetzung in die Offline-Welt an. Die zweijährige Jungfirma konnte dazu eine hundertjährige Genossenschaft als Partner gewinnen.

Die Luzerner Genossenschaft Pistor, die rund 1'600 Schweizer Bäckereien gehört, erwirbt eine strategische Minderheitsbeteiligung an Farmy.ch. Bisher betreibt Farmy.ch sechs eigene Pick-Up-Stationen in Zürich, durch die Partnerschaft mit Pistor kann das ausgeweitet werden. Das grosse Netz soll helfen, die Produkt von Farmy.ch näher an die Konsumenten zu bringen: «Gemeinsam wollen wir ein landesweit flächendeckendes System von Abholstellen in Bäckereien etablieren», sagt Roman Hartmann, Co-Geschäftsführer und Gründer von Farmy.ch.

Pilotstandorte im Grossraum Zürich

Dass sich eine Jungfirma mit einer traditionsreichen Genossenschaft verbündet, soll auch dem Senior Nutzen bringen. Die Partnerschaft ermögliche, das Thema Digitalisierung ins Gewerbe einzuweben, sagt Beat Helfenstein, Leiter Marketing bei Pistor. Man könne von der Online-Expertise des Start-up-Unternehmens lernen und bringe seine Logistik-Kompetenz ein.

Einige erste Pilot-Standorte, sagt Helfenstein, sollen diesen Sommer im Grossraum Zürich/Mittelland installiert werden; nach einer gewissen Erfahrungszeit werde über den weiteren Roll-Out entschieden. Das Ziel ist klar: «Online-Bestellungen vom Hofladen sollen an Pick-Up-Stellen bei Bäckereien abgeholt werden.»

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