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Altersvorsorge
Professorin erwartet grosses Pensionskassensterben

Professorin Kerstin Windhövel: «Verwaltungskosten müssten mit zunehmender Grösse der Kasse sinken.» (Bild: ZVG)

Rund drei von vier Schweizer Vorsorgeeinrichtungen könnten in zehn Jahren verschwunden sein, glaubt Professorin Kerstin Windhövel. Kostenvorteile sieht sie dadurch jedoch nur teilweise.

Von Urs Aeberli
am 19.06.2013

Derzeit zählt die Schweiz in der 2. Säule knapp 2200 Vorsorgeeinrichtungen. In zehn Jahren könnten es «nur noch rund 500 sein», schätzt Professorin Kerstin Windhövel im Interview mit der «Handelszeitung». Sie leitet das Institut für Finance und Pension  an der Hochschule für Wirtschaft in Freiburg.

Die von Windhövel erwartete Konsolidierung bei den Pensionskassen führt aber nur teilweise zu Kostenvorteilen. «Im Sinne einer zunehmenden Effizienz müssten die Verwaltungskosten mit zunehmender Grösse der Kasse sinken», sagt Windhövel. Diesen Effekt konnten Untersuchungen ihres Instituts aber nur bei Pensionskassen feststellen, die ihre Verwaltung selbst durchführen statt auslagern.

Die grössten Effizienzgewinne schaffen daher ihrer Meinung nach nicht unbedingt die Konsolidierung der Pensionskassenbranche, sondern mehr Transparenz. «Das System der beruflichen Vorsorge ist heute so intransparent, dass es überall Ineffizienzen gibt», sagt Windhövel. Mehr Transparenz erhöhe die Konkurrenz, und dies wiederum führe zu deutlich besseren Renditen in der 2. Säule.

Das ganze Gespräch lesen Sie in der neuen Augabe der «Handelszeitung», ab Donnerstag am Kiosk.

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