Der Modekonzern Hugo Boss hat die Erwartungen an das Gesamtjahr gedämpft. In den vergangenen Wochen habe Hugo Boss die schwache Branchenentwicklung in Europa und die Unsicherheit in Asien verstärkt gespürt, sagte Vorstandschef Claus-Dietrich Lahrs am Dienstag bei der Vorstellung der Quartalsergebnisse.

Für 2014 erwartet er nur noch ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von sechs bis acht Prozent. Das operative Ergebnis (Ebitda vor Sondereffekten) solle zwischen 5 und 7 Prozent zulegen. Hugo Boss war zuvor von Anstiegen im hohen einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Die Aktie geriet vorbörslich unter Druck.

Im dritten Quartal hatte der Umsatz um neun Prozent auf 717 Millionen Euro zugelegt. Das operative Ergebnis stieg um fünf Prozent auf 182 Millionen Euro und das Konzernergebnis um zwei Prozent auf 115 Millionen Euro.

Konflikte in Ukraine und Hongkong dämpfen die Kauflust

Am stärksten entwickelten sich die von Hugo Boss in Eigenregie betrieben Läden. Aber auch hier habe die Wachstumsdynamik gegen Ende der Berichtsperiode nachgelassen, hiess es. Eine Sprecherin des Unternehmens erklärte dies mit der wachsenden Verunsicherung der Verbraucher.

Vor Hugo Boss hatten bereits andere Luxuskonzerne wie beispielsweise Burberry von einem schwieriger werdenden Umfeld berichtet. In China boomt der Luxusmarkt nicht mehr so wie in den Vorjahren, die Proteste in Hongkong und der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine bremsen ebenfalls die Kauflust. Wegen des ungewöhnlich warmen Wetters kommt zudem der Verkauf der Winterware nur schleppend in Gang.

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(awp/ccr)